Zwischen Job und Familie: Ann-Kathrin will sich Zeit für ihren Sohn nehmen

Zwischen Job und Familie: Ann-Kathrin will sich Zeit für ihren Sohn nehmen

Sich bewusst Zeit nehmen – das ist Katjas Motto. Die 28-Jährige aus Stuttgart möchte ihrem drei Monate alten Sohn das geben, was viele Kinder zu wenig bekommen: Zeit und Aufmerksamkeit.

„Zeit zu haben für die Kinder, das ist das Hauptding. Das fehlt oft, heutzutage.“

Ann-Kathrin, 28

Ann-Kathrin macht einen Spaziergang mit ihrem drei Monate alten Sohn. Er war ein Wunschkind.

„Für mich war immer klar, dass ich Kinder haben will. Ich bin mit zwei Geschwistern groß geworden und habe immer auch viel mit Kindern gearbeitet, ehrenamtlich. Mir hat das immer Spaß gemacht.“

Ihr großes Motto für ihre Elternschaft: sich Zeit nehmen. Sie müsse sich nicht fünfmal die Woche mit jemandem treffen, nur um zu quatschen. Zurzeit sei sie nur für ihren Sohn da. Und das sei auch gut so. An der kleinen Schwester ihres Mannes habe sie nämlich beobachtet, dass da die Zeit der Eltern oft zu fehlen scheint.

Keine Zeit, um einfach mal zu reden

„Die kleine Schwester von meinem Mann ist 14 und bei ihr im Umfeld kriegt man viel mit: dass die Kinder vernachlässigt werden will ich nicht sagen, aber die haben niemanden, mit dem sie über Sachen reden können. Und das finde ich, zeigt, dass die Eltern wenig Zeit haben oder sich die Zeit nicht nehmen.“

Deswegen möchte Ann-Kathrin zwar wieder arbeiten gehen, aber auf keinen Fall in Vollzeit. Ein Jahr möchte sie auf jeden Fall noch zu Hause bleiben und dann komme es auch ein bisschen auf ihren Sohn an.

Zu Hause sein, wenn das Kind zu Hause ist

Und dann würde sie es auch so machen, dass er zu Hause ist, wenn sie zu Hause ist. Also nur ein paar Stunden in die Kita und den Rest der Zeit möchte sie für ihn da sein. Mit der Zeit komme dann auch die Offenheit für die Rolle als Eltern:

„Ich glaube schon, dass so was wie das Muttersein instinktiv in uns drin ist. Viele vergessen es vielleicht oder es wird so weggeschoben im Alltag, von dem ganzen Stress."

„Da muss man auch reinwachsen, in die Aufgabe."