Gamescom: Vater-Sohn-Duo entwickelt Videospiel

Gamescom: Vater-Sohn-Duo entwickelt Videospiel

Familienbetriebe stellt man sich normalerweise anders vor. Nico aus München und sein Vater Markus aus Langenargen sind auf der Videospielmesse Gamescom mit ihrem Computerspiel „Highriser“ vertreten.

„Wir sind ein Vater-Sohn-Team und haben ein Zombie-Urban-Survival-Spiel entwickelt.“

Nico, 37, Game-Designer und Markus, 60, Architekt

„Ich bin Game-Designer, mein Vater Architekt“, erklärt Nico. „Als wir überlegt haben, was machen wir für ein Spiel, war klar: Architektur muss eine Rolle spielen. So sind wir auf das Stadtthema gekommen. Jedes Level besteht aus Hochhäusern. Oben ist man relativ sicher, je weiter man nach unten geht, desto gefährlicher wird es.“

Ein eingespieltes Duo


Die beiden haben schon einige Projekte zusammen gemacht – allerdings bisher keine Spiele. „Bisher waren es eher seine Babys“, sagt Nico und deutet mit dem Kopf auf seinen Vater, „seine Bauprojekte oder Photovoltaikgeschichten, die wir zusammen gebaut haben. Das ist ein bisschen Familientradition, dass wir jedes Mal im Dezember auf irgendwelchen Solaranlagen herumgeturnt sind, weil wir was fertig machen mussten, weil eine Jahresfrist auslief. Das ist jetzt das erste Mal ein Projekt, wo die Vorzeichen vertauscht sind, wo ich praktisch von der Materie tiefere Kenntnis habe als er.“

Wenn die Arbeit in der Familie bleibt


Eigentlich habe das meistens auch super funktioniert. Nur in etwa „zehn Prozent der Fälle“ seien Vater und Sohn sich nicht einig geworden. Vor allem in Designfragen, sagt Nico: „So ein Survival-Ding mit Crafting, da stelle ich mir vor: Das muss düster sein, die Gebäude müssen verwinkelt sein, vollgestellt mit lauter Kram, den man überall anklicken kann. Und er sagt: Architektonisch gesehen ist das Mist!“
Markus, sein Vater, ergänzt: „Ich würde sagen, das sieht kruschtig aus! Da liegt überall Müll rum, da sind alte Sofas, wo der Inhalt rausguckt, bei mir ist das ein Designsofa. Oder das Sideboard muss schön designt sein, und das haben wir jetzt auch teilweise drin.“

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