Auf Kuschelkurs mit einer argentinischen Dogge

Auf Kuschelkurs mit einer argentinischen Dogge

Auch wenn die argentinische Dogge Pares nicht sein eigener Hund ist: Für Hundefan Fabio aus Weil der Stadt ist Pares wie ein Baby.

„Pares ist ein Kuschelbär. Der liebt es, geschmust zu werden.“

Fabio, 31, Hundesitter

Mittwochnachmittag in Weil der Stadt. Wir treffen Fabio und Pares auf der Straße. „Eigentlich gehört Pares meinem Cousin, aber der wohnt nicht mehr in Weil der Stadt. Er wohnt jetzt in Esslingen. So einen Hund in eine größere Stadt zu bringen, ist etwas schwieriger. Deswegen haben wir gedacht, es ist besser für ihn, wenn er hier bleibt. Meine Tante und mein Onkel haben ihn genommen. Je nachdem wie die arbeiten, hole ich ihn nachmittags ab und kümmere mich um ihn. Ich bin ein großer Hundefan. Pares ist wie ein Baby. Ein Riesenbaby. Er ist aber schon 5 Jahre alt und seine Rasse heißt Dogo Argentino. Das sind sehr energische Hunde, die brauchen sehr viel Auslauf. Mit zweieinhalb Stunden ist Pares zufrieden.“

Fabio und der Hund seines Cousins, eine argentinische Dogge, in Weil der Stadt (Foto: SWR)

„Weil der Stadt kenne ich seit klein auf, hier bin ich aufgewachsen. Eine Zeit lang habe ich alleine gelebt, aber gerade wohne ich wieder bei meinen Eltern. Das war eine starke Umstellung. Wir sind drei Kinder und meine Eltern. Meine zwei jüngeren Brüder sind gerade in der Ausbildung.“

„Fünf Leute in einer 4,5-Zimmerwohnung. Da fehlt die Intimität, die man früher hatte, als man alleine gewohnt hat.“

„'Ne WG zum Beispiel finde ich persönlich aber schlimmer. Zuhause hast du wenigstens noch den Respekt gegenüber deinen Brüdern und Eltern. Und bei einer WG sind die Regeln oft strenger.“

Fabio und der Hund seines Cousins, eine argentinische Dogge, in Weil der Stadt (Foto: SWR)

„Wie wichtig mir Familie ist? Das ist 'ne Frage, die man als Italiener sofort beantworten kann.“

„Familie ist das A und O. Egal, wie schlecht es einem geht – zumindest nach unserer Erziehung: Familie ist immer da. In guten wie in schlechten Zeiten. Ich kenne es nicht anders. So ein Familienverhältnis, dieses enge Zusammensein. Auch wenn man 150 km weit weg wohnt. Ein Anruf: 'Mir geht es nicht gut.' – 'Sag mir, was es ist.' Das kann ein bester Freund auch oder eine beste Freundin, aber nicht so gut wie manchmal Eltern, Brüder oder Schwestern. Obwohl ich keine Schwestern habe. Aber ich weiß, wie es mit Brüdern ist.“