Cassandra Steen: Amerika meets Schwabenländle

Dauer

Cassandra aus Ruit bei Esslingen ist neben einem Militärstützpunkt aufgewachsen und hat an ihre Kindheit eigentlich nur positive Erinnerungen.

„Ich liebe ja das Dörfliche. Ich finde das gar nicht beengend, sondern sogar eher befreiend.“

Cassandra, 39, Sängerin

Cassandra ist sich sicher, dass die Menschen auf dem Land zufriedener sind, als in der Großstadt. Da gebe es eher Reibungen. „Das ist auf dem Dorf echt entspannter. Da kann jeder irgendwas, macht das dann auch. Es ist alles aufgeteilt und es gibt irgendwie so ein Gleichgewicht.“

Spätzle und Zwiebelrostbraten vs Mac and Cheese

Cassandra (@cassandra_steen) ist neben einem Militärstützpunkt aufgewachsen und hat an ihre Kindheit eigentlich nur positive Erinnerungen: „Es gab immer diese deutsch-amerikanischen Feste, bei denen man einander die Kulturen näherbringen wollte…Und die Amis haben es geliebt. Spätzle waren immer besser als Mac and Cheese. Und der Rostbraten mit Zwiebeln ist auch sehr gut angekommen.“

Auf ihren Reisen fällt Cassandra eine Sache besonders auf: Schwäbisch-Sein verbindet. „Es sind sofort Gleichgesinnte. Man freut sich, dass man sich trifft und hat direkt so eine Verbundenheit. Und: man verfällt sofort ins Schwäbeln. „Denn I kos halt scho richtig“, sagt sie lachend.

Seelische Kehrwoche

Nur die Kehrwoche hat sie als Kind gehasst: „Man kehrt vor der eigenen Tür und ein bisschen auch vor der des Nachbarn. Die innerliche, seelische wäre wichtiger.“

„Jeder muss immer wieder gucken, was er bei sich selbst besser machen kann. Es kann nicht darum gehen, die ganze Welt zu retten, sondern erstmal seine eigene: Alles was möglich ist, sollte getan werden.“

Und dabei sind es nicht mal unbedingt die großen Dinge, die für Cassandra einen Unterschied machen. „Auch kleine Dinge bringen Veränderung. Und bewirken auf längere Zeit etwas richtig Großes.“