Alltagsrassismus – Wie es ist als Schwarze in Deutschland geboren zu sein

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“Man wird nicht als Rassist geboren, man wird zum Rassisten erzogen”, sagt Perla Londole (22). Die gebürtige Mainzerin studiert Wirtschaftsrecht, möchte jetzt aber zu Jura wechseln. “Als Jurist kämpft man für die Gerechtigkeit und das ist auch mein Ziel in dem Ganzen. Ich möchte auch, dass man Gerecht mit Menschen umgeht.

Das man bezogen auf uns schwarze Menschen nicht immer Vorurteile hat. Bezüglich der Polizeigewalt auch, da versuche ich meinen Leuten die Angst zu nehmen, denn ich habe noch keine schlechten Erfahrungen mit der Polizei gemacht.”

Das Video der tödlichen Verhaftung des Amerikaners Gorge Floyd hat Perla dazu gebracht in die öffentliche Debatte über Rassismus einzusteigen. Sie ist die Initiatorin der Silent Demos in Deutschland, bei denen gegen Rassismus demonstriert wird, denn Rassismus hat auch ihr Leben geprägt.

“Es ging los in der zweiten Klasse. Da gab es diesen einen Jungen, der immer … ‚Nigger‘ … zu mir gesagt hat. Er hat auch oft gesagt, dass ich nicht mitspielen darf, weil ich schwarz bin. Das hat mich damals sehr verletzt, das habe ich nie vergessen bis heute.“

Ihrer kleinen Schwester ist Jahre später das Gleiche passiert, sagt sie. „Das hat mich nochmal zum Nachdenken gebracht und ich habe festgestellt, dass das Thema immer noch präsent ist und viel zu selten darüber gesprochen wird. Mich verletzt es einfach, dass ich wenig Veränderung sehe.

Vor allem erwarte ich von Kindergärten und Schulen, dass man Kindern von klein auf beibringt, dass das nicht gut ist.“ Eine Veränderung kann in ihren Augen schon mit einem einzelnen Buntstift anfangen: jenem mit der Bezeichnung ‚Hautfarbe‘.

Dieser hat einen hell-beigen Ton und Perla würde sich freuen, wenn man ihn ebenso nennen könnte. „Man sollte kleinen Kindern schon beibringen, das ist nicht der Ton Hautfarbe, sondern das ist eine helle Farbe, die zu dem Hauttyp passt, aber es gibt auch die Farbe, die zu deinem Hauttyp passt.“

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