16 Jahre Drogen und Knast sind genug - Peat will zurück ins Leben

Dauer

„Ich war halt eher der Kiffer und Chiller und der, der sich geprügelt hat, wenn er auf Alkohol nicht klarkam.“

Wenn Peat (31) auf sein bisheriges Leben zurückblickt, ist die Bilanz ernüchternd: Sechs Mal war er inhaftiert, hat in dieser Zeit nie ein geregeltes Berufsleben aufgebaut, keinen festen Wohnsitz gehabt. Mit 16 Jahren lebte er das erste Mal auf der Straße. Dort fing er an Drogen zu nehmen. „Wenn man kifft, wird man müde. Das hat mir über die Nacht geholfen."

"Ich hab von Cannabis über Amphetamin, Kokain und Liquid Ecstasy alles genommen außer Heroin und Benzodiazepine. Auf die Weise hab ich mein Leben verkackt.“

Im Sommer 2018 kam dann der Wendepunkt: Nach einer schweren Psychose weist Peat sich selbst ein und lässt sich behandeln. „Ohne Therapie hätte ich es nicht geschafft“, sagt er heute. „Jetzt möchte ich was ändern!“ Sein Ziel: ein Job, eine Wohnung, eine Familie, der er dann auch etwas bieten kann. Zurzeit lebt er auf der Straße, das soll aber nur vorübergehend sein.

„Ich möchte es aus eigener Kraft schaffen, eine Arbeit und eine Wohnung zu finden.“

Auf der Suche nach jemandem, der ihm eine zweite Chance gibt, trampt er durch Deutschland. „Wenn man einfach fragt und ehrlich ist, dann bekommt man auch geholfen.“ Von den Menschen, die ihm Essen, eine Mitfahrgelegenheit, einen Schlafplatz oder eine Dusche anbieten, macht Peat Fotos. Er überlegt ein Buch darüber zu schreiben.

„Ich mache fast nur positive Erfahrungen, denke aber auch nur positiv. Meine Mum hat mal zu mir gesagt: In jedem Positiven steckt 1 % Negativ und in jedem Negativen 1 % Positiv. Und ich hab mich entschieden, das Negative ab jetzt komplett wegzulassen.“