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Wer bei den aktuellen Temperaturen schon fröstelt, dem dürfte beim Anblick dieser Aufnahmen aus den 50er und 60er Jahren der Atem gefrieren. Damals waren Rhein und Mosel in weiten Teilen zugefroren (Bild 2).

Gertrude Friedrich, die dem SWR-Projekt „Digit“ ihre privaten Film- und Foto-Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat, kann bestätigen, dass es die Winter damals in sich hatten: „Hier haben sich meterhoch Eisschollen am Ufer im Tal der Loreley aufgetürmt.“

Das Eis hatte an dieser Stelle den Rhein komplett bedeckt, sodass die Menschen darauf spazieren und schlittschuhfahren konnten. Auch Gertrude Friedrich war mit ihrer Familie von der Loreley (Bild 3) bis zum Deutschen Eck in Koblenz unterwegs (Bild 4 und Video). Wie man sehen kann, sind einige Schaulustige nur mit Pullovern draußen. Über die Kälte gejammert wurde damals offenbar nicht - die Faszination für das Naturspektakel schien zu überwiegen.

Das ist auch bei Gertrudes Aufnahmen von der zugefrorenen Mosel bei Güls (Bild 5) und Koblenz (Bild 6) zu sehen. 1963 war es dort so bitterkalt, dass die Menschen auf der Mosel Schlitten fuhren. Sogar ein Auto rauscht kurz durchs Bild.

Auch um die Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub war der Rhein das ein oder andere Mal zugefroren. Sowohl 1963 (Bild 7) als auch in den 30ern (Bild 8) posierten die Menschen vor dieser ungewöhnlichen Szenerie.

1928 und 1929 war der Rhein schon einmal fast auf kompletter Länge zugefroren, sodass auch die Menschen in Oberwesel (Bild 9) und Unkel bei Neuwied (Bild 10) über den Fluss spazieren konnten.

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