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Die Cappuccino-Gang

Die Cppuccino-Gang (Foto: SWR)
Waltraud, ein Cappuccino-Gang Mitgleid vor dem Gonsenheimer-Stadtteiltreff in der Elsa.

„Das hier ist das Revier der Cappuccino-Gang“, ruft Waltraud. Sie wartet kurz, schaut streng und fängt dann schallend an zu lachen. Die patente Dame mit den goldenen Ohrringen sitzt mit ihren Freundinnen in der Sitzecke vor dem Gonsenheimer Stadtteiltreff. Vor sich Kippen und fünf Kaffee-Becher. „Eigentlich trinken wir ja gar kein Cappuccino, sondern Kaffee, aber das hört sich einfach besser an“, erklärt Waltraud und muss dann wieder lachen. Siegrid, Isolde, Inge, Pia und Waltraud – sie alle wohnen schon ziemlich lange in der Elsa. Sie haben geliebt, gearbeitet und viel erlebt. Jetzt teilen sie die Nachmittage in der Sitzecke vor dem Treff. Es ist der Platz für seichte Unterhaltung und ernste Themen: Beweglichkeit, Männer, Rente, Krankheit oder Geld. Alles was sie bewegt, kommt hier auf den Tisch. Wie die Elsa sich verändert?

„In letzter Zeit kommen mehr Notarztwagen, die Leute in der Elsa werden alt, das fällt mir auf.“

Die anderen nicken. „Ist der Kaffee schon durch?“, fragt sie dann, zieht an ihrer Zigarette und schaut erwartungsvoll Richtung Tür. Dort steht Isolde mittlerweile. Sie nickt, verschwindet für einen Moment im Stadtteiltreff und wuchtet dann ein paar neue Tassen mit Kaffee nach draußen in die Sitzecke. „Bitteschön die Damen!“



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