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Michèle Kraft (Foto: SWR)

„Ich komme ursprünglich gar nicht aus Mainz. Ich habe Mainz lieben und schätzen gelernt.“ Victor Anta-Muñoz ist einer von drei Betreibern des „Alten Postlagers“, einer Halle mit Kulturevents und Steetfoodmarkt. Nach gut zehn Jahren Leerstand wurde dem Gemäuer 2019 neues Leben eingehaucht.

„Leerstand kann eine unglaubliche Chance bedeuten.“

Die Halle in der Mombacher Straße lädt regelmäßig zu Events verschiedenster Art ein. Darunter Afterwork am Freitag, offene Bühne am Samstag und Brunch am Sonntag. „Wir haben jetzt auch große Konzerte von großen Stars. Ansonsten wollen wir auch Newcomer supporten, junge Bands. Wir nehmen mit, worauf wir Lust haben, ohne Agenda. Und wir machen das, was wir selbst schön finden.

Klopfen es ab und versuchen es wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten.“ Eine feste Zielgruppe gibt es nach Meinung von Victor nicht. Das Alte Postlager ist für alle offen, ist barrierefrei und hat auch auf dem Männerklo Wickeltische. Neben den Events gibt es Essen und Getränke von lokalen Anbietern. „Es geht nicht darum, hier zu konsumieren und dann wieder zu gehen.

Es geht darum, eine schöne Zeit mit netten Menschen zu verbringen. Die meisten sind sich fremd. Aber wenn man sich zusammen an den Tisch setzt, gibt es eine Brücke, die man schlagen kann.“