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Von außen wirkt Martins Laden in der Mainzer Zanggasse recht unscheinbar. Doch im Inneren des „Orcish Outpost“ findet sich auf wenigen Quadratmetern alles, was das Herz von Brett- und Rollenspiel-Fans höherschlagen lässt: Spielekartons, Sammelkarten und -figuren, Farben und Bücher stapeln sich bis zur Decke. Trotzdem ist dazwischen noch genügen Platz, um bei Spiele-Events bis zu 40 Leute unterzubringen.

Der "Orcish Outpost" ist mehr als nur ein Laden

Denn in der Szene ist der „Orcish Outpost“ auch ein bekannter Treffpunkt für Rollenspiel-Abende und Magic-Turniere. „Wir sind ja ein Nischen-Laden und da ist es wichtig, dass man den Leuten auch was bietet“, so Martins Philosophie. Er führt den Laden seit knapp 20 Jahren. Sein Studium als Elektroniker hat der 49-Jährige dafür abgebrochen. „Klar gibt’s Tage, wo ich denke, hätte ich doch nur was Anständiges gemacht“, scherzt er. Aber trotzdem würde er es wieder so machen. Denn Spiele zu spielen – das war schon immer Teil seines Lebens.

„Mit meinen Eltern habe ich oft Karten gespielt, als ich älter wurde dann Risiko oder Scotland Yard. Und das hat sich dann durchs ganze Leben gezogen. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht irgendetwas spiele.“

Nach dem eigenen Spiele-Laden auch eine eigene Spiele-Firma

Vor knapp fünf Jahren gründete Martin dann mit einem Freunde seine eigene Spielefirma „Voodoo Games“. Sein viertes Brettspiel kommt demnächst auf den Markt. Vor 20 Jahren hat er dafür die ersten Prototypen entwickelt. Dass das Spiel jetzt tatsächlich fertig ist und bald von jedem gespielt werden kann, ist für Martin zwar immer noch unwirklich, „aber es macht einen auch schon ein bisschen stolz.“

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