Natalie rettet mit Foodsharing Lebensmittel vor der Mülltonne

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AUTOR/IN
Jessica Volz

„Sich bewusst werden, wie verrückt unsere Gesellschaft bei dem Thema ist - wie viele Tonnen an guten Lebensmitteln achtlos weggeworfen werden. Wenn man da ein Bewusstsein schafft, kann sich noch viel verändern.“

Natalie ist seit sechs Jahren Foodsaverin und engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung in Mainz. Nach Geschäftsschluss sammelt sie bei kooperierenden Betrieben Lebensmittel ein. Lebensmittel, die übriggeblieben sind oder nicht den Normen für den Verkauf entsprechen, werden so vor der Mülltonne bewahrt.

Das Gesammelte verwertet Natalie entweder selbst, gibt es an Freunde weiter oder legt es in öffentliche Schränke, sogenannte „Fairteiler“. Dort kann sich dann jeder bedienen. Mittlerweile sind viele Unternehmen beteiligt.

„Wir haben 60 Betriebe in Mainz, die uns Lebensmittel abgeben, so retten wir ungefähr fünf bis sechs Kilo Lebensmittel am Tag.“

Angefangen hat Natalie in einer Gruppe mit einer Handvoll Leute und zwei Betrieben. Mittlerweile sind rund 1.000 Lebensmittelretter in Mainz registriert. „Es ist eine schöne Entwicklung, dass immer mehr Leute auf uns aufmerksam werden.“ Lebensmittel zu retten, ist für Natalie aber nur eine Übergangslösung. Sie fordert eine nachhaltige Strategie vonseiten der Politik.

„Es braucht ein Gesetz für den Einzelhandel, das ihn dazu verpflichtet, noch gute Lebensmittel weiterzugeben, statt zu vernichten. Es muss sich was ändern.“



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