Erst Haushälterin dann Software-Entwicklerin: Die Geschichte von Naylene

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„Auf den Philippinen ist es nicht leicht, eine gute Arbeit zu finden. Ich bin erst als Haushälterin nach Spanien gekommen und dann weiter nach Deutschland.“

Während Naylene (31) erzählt, schaut sie sehnsüchtig in die Ferne. Von ihrem Balkon im siebten Stock des Hochhauses der Elsa-Brändström-Straße kann man die Lichter der Schiersteiner Brücke mit schwindender Sonne immer deutlicher sehen.

Fern auf den Philippinen hat Naylene Informatik studiert, in Deutschland arbeitet sie nun endlich als Softwareentwicklerin. Die Ferne spielt in ihrem Leben eine große Rolle. Ein Großteil ihrer Familie lebt in Barcelona. „Das ist aber nicht weit, da kann man schnell hinfliegen. Deshalb vermisse ich meine Familie auch nicht so sehr. Ich kann sie ja öfter besuchen.“

In ihrem kleinen Apartment stehen viele Pflanzen, die sie liebevoll pflegt und auch an der Elsa mag sie, dass der Wald so nahe ist. „Ich gehe gerne Joggen, Radfahren und Bergsteigen, da kann man die Natur so richtig erleben. Außerdem gibt es hier alles zum Einkaufen, ich muss gar nicht in die Stadt.“

Vor vier Jahren ist sie hierhergezogen, weil sie eine Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes gesucht hat. „Auf der Arbeit hat mir ein Kollege dann erzählt, dass das hier ein Getto sei. Aber das glaube ich nicht. Klar leben hier viele Ausländer, aber es ist ruhig. Ich mag es hier. Ich bin glücklich hier.“

Auf den Philippinen war sie schon lange nicht mehr. „Natürlich will ich auch mal wieder auf die Philippinen, aber der Flug ist teuer. Und ich will jetzt erst einmal in andere Länder reisen. Und hier fühle ich mich wie zu Hause.“


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