Tierärztin Kathrin gehen die Schicksale im Tierheim besonders nahe

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Tierärztin Kathrin gehen die Schicksale im Tierheim besonders nahe

Dr. Kathrin Roiner-Frenzel ist Tierärztin im Tierheim Mainz  (Foto: SWR)
Bevor Kathrin angefangen hat im Tierheim Mainz zu arbeiten, war sie in Tierarztpraxen und einer Klinik beschäftigt.
Die Krankengeschichten der Heimtiere gehen ihr viel näher als in ihrem alten Job. Besonders die von Rüde Nanuk.
Nanuk litt an einer schmerzhaften Fehlstellung der Hüfte und der Ellenbogen. Kathrin hat ihn operiert. Jetzt besteht wieder Hoffnung, dass er bald wieder mit den anderen Hunden herumtollen kann.
Im Mainzer Tierheim leben rund 50 Hunde, 30 Katzen, 60 Kleintiere und auch etliche Wildtiere, wie Schweine und Tauben.

„Hier kommen Schicksale an.“

Dr. Kathrin Roiner-Frenzel ist Tierärztin im Tierheim Mainz. Rund 50 Hunde, 30 Katzen, 60 Kleintiere und etliche Wildtiere, wie Schweine und Tauben, bewohnen die Einrichtung. Gemeinsam mit Tierpflegern und ehrenamtlichen Mitarbeitern umsorgt Kathrin die Bewohner.

Bevor sie ihre Stelle hier aufnahm, arbeitete Kathrin in Tierarztpraxen und in einer Klinik. Tiere im Tierheim zu behandeln, empfindet sie als eine viel größere seelische Belastung.

„Die Geschichten hier nehmen mich auch mit. Ich kannte das von vorher gar nicht. Da war immer noch ein Besitzer dabei.“

Vor vier Monaten wurde Nanuk, ein einjähriger Owtscharka-Rüde, hier abgegeben. Seine Geschichte geht Kathrin besonders ans Herz: Als er zu ihr kam, stellte man bei ihm Dysplasien fest – Fehlstellungen in der Hüfte und in beiden Ellenbogen. Nanuk war damit permanent Schmerzen ausgesetzt.

Die Operation seiner Gelenke kostete mehrere tausend Euro. Sie wurde allein durch Spenden finanziert. Kathrin ist froh, dass so viele Menschen das Tierheim unterstützen. „Aber das ist natürlich alles nicht fest kalkulierbar. Man weiß ja nie, ob alle Mitglieder bleiben und, ob so viel gespendet wird wie im Jahr davor.“