Teddybär reist für verstorbenen Leukämiekranken um die Welt

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Bei einer Routineuntersuchung wird bei Luisas bestem Freund Akeem 2016 überraschend Leukämie diagnostiziert. Nur drei Monate später ist der 26-Jährige bereits tot.

„Da ist für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich musste das erstmal verarbeiten.“

Luisa erinnert sich an einen Bericht über eine Familie, die für ihr krebskrankes Kind ein Kuscheltier um die Welt geschickt hat. „Diese Idee fand ich super schön. Akeem hat immer gesagt: Wenn er die Krankheit überlebt, will er die Welt sehen. Und das habe ich mit Teddy geschafft.“

Um Akeem seinen letzten Wunsch zu erfüllen, startet Luisa im März 2017 „Akeems last trip“. Sie kauft einen Teddybären, der in seinem Innenfutter einen Brief mit Akeems Geschichte trägt und die Idee des Projekts erklärt: Teddy soll die Orte besuchen, die Akeem nicht mehr sehen konnte. Dann nimmt Luisa ihn mit auf seine erste Reise nach New York.

Der an Leukämie verstorbene Akeem im Krankenhaus. (Foto: SWR)
Der an Leukämie verstorbene Akeem im Krankenhaus.

Dort übergibt sie Teddy an eine Familie, die ihn mit nach Kanada nimmt und von da an, reist er immer weiter durch die Welt: Auf Facebook posten seine Begleiter Fotos von Teddys Reisezielen: Teddy vor dem Grand Canyon, beim Sightseeing in Tokio, beim Mountainbiken in Südafrika, cocktailtrinkend am Strand, auf einer hawaiianischen Hochzeit, beim Tauchen mit weißen Haien, auf einer Safari in Kenia und auf dem Mont Blanc.

Pünktlich zu Weihnachten kam Teddy wieder zurück zu Luisa nach Siefersheim. 2019 wird er mit ihr nach Griechenland und Norwegen reisen. Und dann? – „

Ich hoffe, dass es noch viele Jahre so weitergeht und ich bin gespannt, wo die Reise in diesem Jahr noch so hingeht.“