Seine Tochter kann nicht laufen, also wird dieser Vater erfinderisch

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Bis zu ihrem vierten Lebensjahr entwickelt sich Elina wie jedes andere Kind. Doch sie leidet an einem unheilbaren Gendefekt, der die Nervenbahnen angreift. Nach und nach kann sie nicht mehr gehen und sprechen - trotz erfolgreicher Knochenmark-Spende.

"Es hat sich alles geändert. Die Lebensplanung ist natürlich komplett über den Haufen geworfen worden.“ Schnell merken die Eltern im Alltag: Mit einem normalen Rollstuhl kommen sie nicht weit.

Vater Klaus Peter wird aktiv und entwickelt Fahrwerke, mit denen die Familie weiterhin gemeinsame Ausflüge in die Natur machen kann. "Not macht erfinderisch. Da stecken tausende von Arbeitsstunden drin. Ich habe bis nachts gemacht, geplant und getan und nicht aufgegeben. Und überall, wo wir aufgeschlagen sind, gab es die Frage: Wo gibt es sowas, kannst Du uns auch sowas bauen?" Das war der Anstoß, ‚Elinas Fahrwerk‘ zu gründen.

Klaus Peter setzt Spezialbuggys zusammen, die im Wasser, Wald und bei Schnee geländegängig sind. Und Anhänger fürs Fahrrad, um gleich den Rollstuhl mit dabei zu haben. Elina ist die Produkt-Testerin. "Ich habe in meinem Leben viel gemacht, war lange Jahre Verkaufsleiter von Autohäusern.

Aber was richtig Gutes hat man ja nicht damit getan. Jetzt habe ich das erste Mal so richtig Spaß bei der Arbeit, auch wenn es sich finanziell bei weitem nicht so lohnt wie die anderen Dinge. Aber es macht Freude und die Freude ist das Allerwichtigste überhaupt."