Nachtfalter – die Schönheiten unter den bedrohten Insekten

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„Sie haben eine wahnsinnige Vielfalt und Schönheit. Und sie sind farbenfroh.“ – Erik Opper spricht von Schmetterlingen. Aber nicht von den Exemplaren, die man am Tag über Blumenwiesen flattern sieht, sondern von Nachtfaltern. Denn auch sie tragen schillernd bunte Farben – nur sehen wir sie meistens nicht.

Dabei machen Nachtfalter 70 Prozent aller Schmetterlingsarten aus. Erik widmet sich seit vielen Jahren dem Umweltschutz und speziell der Beobachtung und Erfassung von Nachtfaltern. Mit seinem „Leuchtturm“ geht er von Juli bis November regelmäßig auf nächtliche Exkursion durch Städte und Naturschutzgebiete.

Der Netztunnel wird mit einer UV-Lampe zur Lichtfalle für die Falter. So kann er sie beobachten, ohne sie zu stören oder zu verletzen. „Für die Nachtfalter ist das eine Art Mond-Ersatz. Sie denken, es sei der Vollmond und fliegen zum Licht.“ Die Beobachtungen, die er dabei macht, bereiten ihm Sorge:

„Die Vielfalt der Arten insgesamt ist stark zurückgegangen.“

In den letzten 30 Jahren um ganze 50 Prozent. Der Grund: Monokulturlandschaften und Pestizide. Dabei sind die Nachtfalter ein wichtiges Glied der Nahrungskette: Ohne sie als Futterquelle ist auch der Bestand an Singvögeln, Eichhörnchen und Fledermäusen bedroht. Erik würde deshalb gerne mehr Menschen für den Schutz der Nachtfalter sensibilisieren: „Ich möchte, dass die Menschen Verantwortung spüren – für diese Tiere und ihre Lebensräume.“