Matthias Wiebel macht Origami in der Mainzer Neustadt

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Informatik und Origami, wie passt das zusammen? Im Falle von Matthias Wiebel sehr gut. Seit zehn Jahren beschäftigt sich der Diplom-Informatiker mit der japanischen Falttechnik, die er auf einer Party entdeckt hat.

„Ein Freund von mir hat einen Kranich gefaltet und ich dachte ‚krass‘, du hast in ganz kurzer Zeit aus etwas ohne Bedeutung etwas mit Bedeutung gemacht. Und dann musste ich das direkt lernen.“

Matthias faszinieren die komplexen Knickmuster, die ganz ohne Klebstoff funktionieren. Seine Liebe zum Papier hat ihn auf die Idee gebracht, eine kleine Firma mit Workshop-Raum zu gründen. Hier werden, bislang noch in Teilzeit, Designlampen gefaltet. Die Idee ist eine Gebrauchsanleitung für die mannigfaltigen Lampen zu entwickeln, die man dann zusammen mit dem Papier kaufen und daheim basteln kann.

Für den als Kind eher grobmotorisch veranlagten Matthias eröffnet sich hierdurch eine neue Welt. Er kann seine Kenntnisse aus der Informatik mit seiner ungewöhnlichen Leidenschaft verknüpfen. Noch sieht Matthias das Faltpapier eher als Gegenentwurf zum Programmieren. „Am Ende ein Produkt anfassen zu können, das ist ein richtig schönes Gefühl."

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