Der Mainzer Stadttauben-Retter

Dauer

Helfen ist sein Beruf und sein Hobby. Für den DSO fliegt Matthias (34) Organe für Transplantationen, daneben rettet und hilft er Tauben in der Stadttaubenhilfe Mainz.

„Tauben haben keine Freunde, deshalb helfe ich ihnen.“

Matthias und seine Vereinskollegen und -kolleginnen finden das Verhältnis von Menschen und Tauben paradox. Auf Hochzeiten sind sie beliebt, als Brieftrauben waren sie nützlich und der ein oder andere isst sie auch gerne. Heute gilt die Stadttaube als Schädling, weil es so viele davon gibt. „Das Problem ist menschengemacht, früher haben Tauben dreimal im Jahr Nachwuchs bekommen, durch Züchtung nun sieben Mal im Jahr.“ Dazu kommt: Wenn Tauben nicht gesund sind, legen sie mehr Eier. So schützten sie ihre Population. Aber dafür sind Matthias und sein Verein auch da. „Wir kümmern uns nicht nur um Tauben, wir dämmen auch ihre Population ein. Deshalb setzen wir künstliche Gips-Eier als Ersatz ein.“ Der Verein macht sich auch für betreute Taubenschläge stark. So sollen die Taubenbestände langfristig und tierschutzkonform reduziert werden.


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