Konstantin Guntrum bringt sein Weingut ins 21. Jahrhundert

AUTOR/IN
Dauer

„Leidenschaft und Wahnsinn waren die Gründe, das Weingut in sehr schwierigen Umständen zu übernehmen.“

Das Weingut Guntrum steht für ein Traditionsunternehmen und hat daher tiefe Wurzeln. 1648 wird die Familie zum ersten Mal als Küfer und Gastwirte in Wörrstadt / Rheinhessen erwähnt. Mit viel kaufmännischen Geschick baut sie den Betrieb zu einem der führenden Weingüter aus. Ihre Weine verkaufen sie bis nach Kanada. Als 2003 Konstantin Guntrum das Weingut von seinem Vater Louis Guntrum übernimmt, ist nichts mehr von dem einstigen Glanz übrig. Der Vater hat seinem Sohn die Beziehung zu seiner Frau Stephanie nie verziehen. Daher verkaufte er die 23 Hektar Weinberge mit der Auflage, dass die Neubesitzer ihre Trauben nicht an den Sohn weitergeben dürfen. Konstantin blieben nur der Keller und eine handvoll Mitarbeiter.

„Es war Wahnsinn das Weingut wiederaufzubauen, weil ich nicht wusste, wie groß die Aufgabe war.“ Auch wenn viele ihm von diesem Schritt abrieten, war Konstantin fest entschlossen sein Erbe anzutreten und das Familienunternehmen weiterzuführen. Er machte sich mit viel Herzblut ans Werk und brachte mit seiner Frau frische Ideen in den Betrieb. Ohne seine alten Mitarbeiter hätte dieser Schritt wahrscheinlich nicht so einfach funktioniert.

„Es ist leicht einen guten Ruf zu verlieren, es ist sehr schwierig einen ehemals guten Ruf wieder zu polieren und aufzubauen.“

Er verkauft seinen Wein wieder erfolgreich über die Landesgrenzen hinaus bis nach Kanada oder Korea.

AUTOR/IN
STAND