Kerzengießer Franz Hubertus Tusar gießt die Kerzen für den Mainzer Dom

Dauer

„Solange meine Erinnerung zurückgeht, waren Kerzen da.“

Wenn Franz Hubertus Tusar in den Mainzer Dom geht, ist er stolz. Denn sämtliche Altarkerzen hat er in seiner Manufaktur eigenhändig hergestellt. Und das macht Franz seit er laufen kann: Schon als Kind hat er im Familienbetrieb gespielt und mit 16 Jahren hat er seine Ausbildung begonnen.

Den größten Teil seines Lebens hat Franz Hubertus Tusar in der Kerzenwerkstatt verbracht. Seine Wohnung liegt direkt nebenan. 66 Jahre ist er dieses Jahr geworden. Eigentlich könnte er in Rente gehen, doch gemeinsam mit seiner Schwester verarbeitet er weiterhin etwa zehn Tonnen Wachs pro Jahr. Denn es gibt niemanden, der die Manufaktur weiterführen könnte. Die Investitionen, die nötig wären, rentieren sich nicht. Deshalb will er, solange er kann, weitermachen.