Mondfinsternis 2018: Hobby-Astronom blickt ins All

Mondfinsternis 2018: Hobby-Astronom blickt ins All

„Die Sonnenfinsternis 1957 habe ich als Schüler mit meinem Opa angeschaut. Mit einer Kerze haben wir ein Glas angerußt und dadurch die Sonne beobachtet. Heute würde man sagen – Um Gottes Willen.“


Bernhard Schröck (67) schaut auch heute noch gerne mit seiner Familie in die Sterne. Wenn seine Kinder zu Besuch sind, stellt er das Teleskop in den Garten und dann gucken sie. „Für mich ist das einfach ein Staunen. Sich anzuschauen, was es da draußen gibt und auch herauszufinden, was dahintersteckt. Meine Neugierde ist da unersättlich, weil es so viele Dinge gibt, die man sich noch anschauen kann. Es ist ein unerschöpfliches Gebiet. Ich kann es nicht rational erklären, das ist einfach meine Liebe.“

Seit 1985 ist Bernhard Schröck auch Mitglied in der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz. Die Gruppe bietet regelmäßig Sternbeobachtungen in der Stadt und auf der Sternwarte in Klein-Winternheim an. Bei Vorträgen und zu besonderen Ereignissen wie der Mondfinsternis heute erzählt Bernhard Schröck gerne über seine Leidenschaft. „Es macht mir unheimlich viel Spaß, den Leuten etwas anschaulich zu erklären. Deswegen bin ich auch in den Baumarkt gegangen und habe mir eine Eisenstange und Styropor-Kugeln gekauft, um ein Erde-Mond-Modell für heute Abend zu bauen. Damit die Leute sich die Entfernungen mal vorstellen können.“

Auf die heutige Finsternis freut er sich schon seit einiger Zeit. „Ich bin sehr gespannt, wie hell oder dunkel der Mond heute sein wird. Wenn er sehr dunkel wäre, fände ich das schon toll!“ Und tatsächlich erscheint der Mond in dieser Nacht in einem dunklen Rostrot. „So dunkel hab‘ ich ihn noch nie gesehen. Toll! Und wenn er später aus seinem Schatten hervortritt, wird das spektakulär!“

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