Graben für die Wissenschaft

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Graben für die Wissenschaft

Geographie-Student (Foto: SWR)
Mathias Welp ist Geographie-Student und absolviert in Rheinhessen sein Praktikum
Mathias ist damit beschäftigt die freigelegten Flusssedimente zu zeichnen
„Da ich mich in die naturwissenschaftliche Ecke der Geographie orientieren will, habe ich mich für dieses Praktikum entschieden.“
Mit Kommilitonen bespricht sich Mathias
Immer wieder werden Fossilien in Sand und Kies gefunden
Mit viel Fingerspitzengefühl arbeitet Mathias in der Grube
Die Studenten fahren über Nacht nicht heim
Da Mathias auch am Ausgrabungsort schläft, gibt es wundervolle Sonnenuntergänge gratis dazu

„Ich reise jeden Morgen 10 Millionen Jahre in die Vergangenheit“.

Wenn Mathias Welp (25) morgens in die tiefe Grube bei Eppelsheim in Rheinhessen steigt, dann macht er Stufe für Stufe eine Zeitreise. Vor 10 Millionen Jahren hatte hier bei Eppelsheim der Urrhein sein Flussbett. Weit westlich von Mainz. Säugetiere grasten an seinen Ufern und hinterließen ihre Spuren als Fossilien in Sand und Kies führenden Schichten. Mathias ist Geographie-Student und absolviert in Rheinhessen sein Praktikum.

„Da ich mich in die naturwissenschaftliche Ecke der Geographie orientieren will, habe ich mich für dieses Praktikum entschieden“.

Heute ist Mathias hauptsächlich damit beschäftigt die freigelegten Flusssedimente, die sogenannten Geoprofile, zu zeichnen. „Das ist schon etwas oldschool, aber wird halt noch gemacht“, sagt Mathias mit einem Lächeln und zeichnet mit dem Bleistift eine weitere Linie auf sein Blatt Papier ein.

Am Abend wird stilecht das Essen oldschool zubereitet: Es gibt Burger, gegrillt über dem offenen Feuer. Die Studenten fahren über Nacht nicht nach Hause oder in ein Hotel. Man schläft, wie es sich für eine Ausgrabung gehört, im Zelt. Wundervolle rheinhessische Sonnenauf- und Untergänge inklusive.  

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