Der Stadtteiltreff

Der Stadtteiltreff

Stadteiltreff in der Elsa (Foto: SWR)
Der Gonsenheimer-Stadtteiltreff von innen. Hinter der Theke steht Colette Smeraldy.

„Es ist ein bisschen ein Lebensprojekt“, sagt Eva Krenz über die Arbeit im Stadtteiltreff Gonsenheim, der in der Elsa liegt.

„Wir wollen, dass die Menschen sich hier wertschätzend und tolerant begegnen, das hier ist kein sozialer Brennpunkt!“

Eva Krenz

Vor 20 Jahren, als die „Anlaufstelle“ neben den Hochhäusern aufmachte, war das Gefühl jedoch „ganz anders“, erinnert sich ihr Kollege Stephan Hesping.

„Hochhäuser sind nicht gleich anonym. Aber bei so vielen Menschen, braucht es Zentren und Anlaufstellen, die für Vernetzung sorgen, sonst droht Anonymität“, sagt er. Besonders die alten Gonsenheimer fühlten sich durch die Siedlung bedroht. Doch mittlerweile sei man auf „einem versöhnlichen Weg“ angekommen, resümiert er. Aus dem Begegnungsort in der Elsa, ist so über die Jahre – auch durch eine Namensänderung – ein Angebot für alle Gonsenheimer geworden. Kaffee trinken, Unterlagen kopieren oder an den PCs arbeiten - nicht nur Hilfesuchende kommen regelmäßig.

„Es ist auch ein Platz für schöne Dinge“, sagt Collet Smeraldi, „wie Skat-Runden, Musik-Gruppen oder Kunstausstellungen“. Die Sozialarbeiterin kam damals frisch von der Uni und war die Erste, die im Stadtteiltreff eingesetzt wurde. Der Treff neben den Hochhäusern, es war ihr erster richtiger Job und ein bisschen auch ein Experiment. „Vielleicht 600-800 Personen haben heute einen Bezug zu dem Ort“, schätzt sie.

„Dass das heute ein Nutzen für viele Menschen ist, das ist ein tolles Gefühl. Ich konnte in den letzten 20 Jahren dabei zuschauen, wie es sich entwickelt.“

Collet Smeraldi

Mehr Heimat

45 Sekunden Brezel

Dünn und knusprig in der Mitte, dick und weicher an der goldbraunen Außenseite – so sieht eine traditionelle Laugenbrezel aus. Außerdem besteht sie aus wenigen Zutaten: Mehl, Salz, Hefe, Wasser und Butter. Konservierungsstoffe sollten tabu sein. „Ist zu viel Luft drin, deutet das eher auf Billig-Aufbackware hin“, sagt einer, der es wissen muss. Der 31-jährige Patrik Blau ist Chef der letzten verbliebenen Brezelbäckerei in Speyer. Und Speyer ist in Bezug auf die Brezel nicht irgendeine Stadt: Die Brezel ist hier „Nationalgebäck“ und wird mit einem mehrtägigen, riesigen Volksfest gefeiert. Dann schieben die Bäcker Überstunden und schlingen rund 1.000 Brezeln in einer halben Stunde von Hand. Mit ein wenig Übung und Geduld bekommt man das auch zuhause hin. Man muss den Teig ja nicht wie die Profis in der Luft schlingen, sondern kann das auch auf der Arbeitsfläche machen. Das dauert länger, liefert aber schneller brauchbare Ergebnisse. Vorsicht mit der Natronlauge, mit der die Brezel vor dem Backen bestrichen werden muss. Die Lauge ist ätzend, vor allem unverdünnt, sollte nicht in die Hände von Kindern gelangen und mit Schutzhandschuhen aufgetragen werden. Aber keine Angst: Nach dem Backen kann die Lauge bedenkenlos gegessen werden. Die verleiht der Brezel ja gerade ihren typischen Geschmack. „Ich esse die Brezel am liebsten mit Butter, wenn sie gerade aus dem Ofen kommt.“ Damit ist Patrick Blau sicher nicht allein. Brezeln schmecken aber auch gut zu Spundekäse, Weißwürsten oder Käse. Und wenn Brezeln übriggeblieben sind, macht man daraus Brezelknödel oder Brezelsalat.  mehr...