Cathrin Caje macht die Ausbildung zur Berufsjägerin – als eine von wenigen Frauen

Dauer

„Ich habe gezittert, aber ich wusste, wenn ich jetzt nicht schieße, wird mein Vater schießen.“

So erinnert sich Cathrin an ihren ersten eigenen Schuss auf ein lebendiges Tier. Und das, obwohl ihr Vater, der selbst Jäger ist, sie von Kindsbeinen an mit in den Wald nahm. Heute macht Cathrin als eine der wenigen in Rheinland-Pfalz eine Ausbildung zur Berufsjägerin.

„Wenn man den Bestand sieht, weiß man, dass man die Anzahl der Tiere regulieren muss.“

Tatsächlich macht das Schießen der Tiere gar nicht den größten Teil von Cathrins Arbeit aus. Sie baut Hochsitze, legt Wege zu Hochsitzen an, bringt Futter aus und bereitet das erlegte Wild für den Verkauf auf. Auch Öffentlichkeitsarbeit gehört zu ihren Aufgaben, beispielweise bei Gruppen- oder Kindergartenführungen. „Am liebsten sitze ich aber auf dem Hochsitz und beobachte das Wild. Es gibt auch Tiere, die ich wiedererkenne und da freue ich mich auch, wenn ich sie sehe und weiß: Die wurden jetzt nicht erlegt.“