Den Bademeister-Blick kann Massimo auch im Urlaub nicht ablegen

Den Bademeister-Blick kann Massimo auch im Urlaub nicht ablegen

Massimo Lo-Surdo, Bademeister im Taubertsbergbad (Foto: SWR)
Auch bei 37 Grad steht Massimo am Beckenrand
Den Bademeister-Blick legt er nie ab
Einmal in seiner Bademeisterzeit hat Massimo einem Badegast das Leben gerettet

„Bei Bademeister denken viele, man sitzt auf dem Turm, mit dickem Bauch und Trillerpfeife. Aber so ist es nicht. Und es ist auch nicht wie bei Bay Watch, wir pfeifen den Mädels nicht hinterher.“

Massimo Lo-Surdo (36) arbeitet seit 2007 als Bademeister. Schon als Kind war er mit seinem Vater im Schwimmverein. Der war selbst Bademeister und hat Massimo auf die Idee gebracht, den gleichen Beruf zu ergreifen. „Seither bin ich glücklich“, sagt er. Auch wenn er sich bei 37 Grad einen angenehmeren Arbeitsplatz vorstellen kann:

„Acht Stunden am Beckenrand entlangzulaufen, immer in der prallen Sonne – das ist sehr anstrengend. Bei solchen Temperaturen ist es voll und laut und ziemlich stressig. Man hat ja die Verantwortung, dass niemandem etwas passiert, deshalb muss ich sehr konzentriert sein.“

Auch Massimo hat schon mal einem Badegast das Leben retten müssen. Ein älterer Herr hatte im Wasser einen Schlaganfall. „Das war zuerst schon erschreckend, weil es das erste Mal für mich war. Aber als Rettungsschwimmer hab‘ ich einfach reagiert und nicht nachgedacht. Ich bin reingesprungen und habe ihn rausgeholt. Danach war das schon ein gutes Gefühl, weil man weiß, dass man seinen Job gut gemacht hat. Da ist man dann auch ein bisschen stolz.“

Den wachsamen Bademeister-Blick kann Massimo auch im Urlaub nicht ablegen. „Ich bin meistens am Meer, weil ich immer noch sehr gerne schwimme. Aber mir ist aufgefallen, dass ich immer aufs Wasser und auf die Menschen schaue. Ich wäre sofort bereit, reinzuspringen und jemanden rauszuholen.“

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