Anna kämpft gegen ihre Angst

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Ob sie unter Menschen ist oder alleine zuhause: Ohne dass sie es kontrollieren kann, überfällt Anna Provinsky die Angst. Sie bricht in Schweiß aus, bekommt Kreislaufprobleme und Herzrasen. „Und dann ist die schlimmste Angst für mich, dass ich sterben könnte“, sagt Anna.

Bei der 28-Jährigen Koblenzerin wird vor acht Jahren eine Angst- und Panikstörung diagnostiziert. Als eine ambulante Therapie nach der Diagnose erfolglos bleibt, versucht sie, sich selbst zu helfen – mithilfe von Instagram. Wenn sie eine Panikattacke heimsucht, versucht sie sich zunächst mit Atemübungen zu beruhigen und die Angst auszusitzen. Ein, zwei Tage nach dem Angstanfall schreibt sie dann einen Text über ihr Erlebnis und postet ihn auf Instagram. Um zu reflektieren, aber auch um in Kontakt zu treten mit Menschen, denen es ähnlich geht wie ihr.

Die Kommentare unter ihren Postings und der Austausch mit Leidensgenossen geben Anna Kraft: „Es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist.“ Instagram sei für sie erstmal Ablenkung, aber durch diese Interaktion sei es eben auch zum Teil eine Angstbewältigung. Ob sie glaubt, dass sie ihre Ängste jemals verlieren wird? „Nein“, sagt Anna bestimmt.

„Ich glaube, man kann nur versuchen, damit zu leben.“

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