Alexandra Widiger ist Landfrau des Jahres 2018

Dauer

„Wir jungen Menschen denken, dass wir gleichberechtigt sind, aber das sind wir nicht. Ich glaube, wenn wir weiterhin so denken, dann wird sich an unserer jetzigen Situation nie was ändern, und im schlimmsten Fall wird es noch einen Rückfall geben.“

Die Landfrau des Jahres 2018, Alexandra Widiger, hat eine klare Message und ist digital unterwegs. Um wieder mehr junge Menschen, Frauen wie Männer, an den Herd zu bringen und zu überzeugen, regional zu kochen, hat sie einen Foodblog ins Leben gerufen.

„Wir jungen Leute wissen nicht mehr was regional ist. Die Landfrauen dagegen wissen noch genau, was es zu welcher Jahreszeit gibt.“

Die Resonanz auf ihre Foodblog-Seite beschreibt sie als super. „Wir bekommen fast jeden Tag ‚Gefällt mir‘ Angaben, und es wird fleißig kommentiert.“ Mit dem verstaubten Bild der Landfrauen hat Alexandra nichts mehr zu tun. „Klar, wir kochen auch, dafür sind wir auch bekannt. Viele wissen aber gar nicht, dass wir verschiedene Weiterbildungen anbieten. Oder auch politisch sehr aktiv sind. Das für uns Gleichberechtigung ein wichtiges Thema ist. Ich werde oft von jüngeren Leuten gefragt, warum ich bei den Landfrauen bin und ob die nicht alle zu alt sind. Und das ist genau das, was mir gefällt. Das generationsübergreifende Lernen.“