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AUTOR/IN
Stefanie Zohm (Foto: SWR)
Luca wurde viel zu früh geboren (Foto: Nadine Frohnhöfer)
Luca wurde viel zu früh geboren Nadine Frohnhöfer
Er wog nur 1.000 Gramm Nadine Frohnhöfer
Heute ist er größer als seine Mutter Nadine Frohnhöfer

„Ich hatte einen Schutzengel.“ – Das ist dem 14-jährigen Luca bewusst. Heute ist er gesund und munter. Aber das sind nicht alle Kinder, die so ins Leben gestartet sind, wie er: als Frühchen. Luca wog knapp 1.000 Gramm, lag auf der Kinder-Intensivstation des Westpfalzklinikums und musste beatmet werden.

Dabei verlief die Schwangerschaft seiner Mutter Johanna Pfleger zuerst problemlos. Bis zur 31. Woche, als unerklärlich heftige Schmerzen auftraten. Und dann nahm alles einen dramatischen Verlauf.

Der Grund für die Frühgeburt

Die damals 26-jährige Johanna hatte das so genannte HELLP-Syndrom, eine besonders schwere Form der Schwangerschaftsvergiftung. Luca war nur mit einem Notkaiserschnitt zu retten.

Als seine Mutter aus der Narkose aufwachte, lag Luca längst im Inkubator. „Er war so klein, so mini, wie ein Vögelchen. Und die Schläuche, man hat sein Gesicht gar nicht gesehen, das war wirklich der Wahnsinn.“

Über die Grenzen des Erträglichen

Für Johanna und die ganze Familie beginnt eine hochemotionale Zeit. „Da waren schon Szenen dabei, die über die Grenzen gingen“, erinnert sie sich. Beispielsweise, als Luca selbständig atmen sollte, was aber nicht funktionierte.

„Als er nach Wochen endlich nach Hause durfte, habe ich ihn quasi rund um die Uhr auf dem Arm getragen, denn er durfte nicht schreien, das hätte zu viele Kalorien verbraucht.“

Auch wenn für Luca vieles anders war als für andere Babys, ist er aus den Problemen herausgewachsen. Heute ist er fit, geht auf das Gymnasium und ist inzwischen sogar größer als seine Mutter. „Eigentlich ist er heute der Selbständigste unter den drei Geschwistern.“

Überlebenskampf: Sturz aus 50 Metern überlebt

Eine Bergwanderung in Neuseeland wird für Johannes aus Stuttgart fast zum Todesurteil. Er stürzte 50 Meter in eine Schlucht und musste sich daraufhin über 20 Stunden schwerverletzt durch die Wildnis kämpfen. Er überlebt, leidet aber noch heute unter den Folgen seiner Verletzungen.
„Direkt nach dem Aufprall auf dem Felsboden habe ich gesehen, wie mein Handy leuchtend neben mir in einem Busch gelandet ist. Im Gegensatz zu mir, hat es keinen Kratzer abbekommen. Aber es hatte leider keinen Empfang.“ (Johannes, 36, aus Stuttgart)
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Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ausflug werden. Nur mit einem Wasserbeutel, Sonnencreme, einem Handy und in kurzer Hose mit T-Shirt bekleidet, geht Johannes auf Bergwanderung. Doch als er auf dem Rückweg im Nebel plötzlich ins Leere tritt und rund 50 Meter in die Tiefe stürzt, ist für ihn klar: Das überlebe ich nicht.
Fall ins Bodenlose
„Es hat sich einfach viel zu lange angefühlt. Denn ich kenne das Gefühl des freien Falls – ich bin schon Bungee und Fallschirm gesprungen. Zum Glück haben wohl ein paar Äste meinen Fall gebremst. Noch Monate nach dem Unfall habe ich beim Zähneputzen Baumreste aus meinem Zahnfleisch gezogen.“ Wie durch ein Wunder überlebt Johannes den Sturz. Doch sein rechtes Sprunggelenk bekommt die komplette Wucht des Aufpralls ab.
Letzte Hoffnung: künstliches Sprunggelenk
Im Krankenhaus in Neuseeland wird er zwar gut versorgt, doch der Schaden am Knochen ist nicht wiederherstellbar. Johannes hat bis heute ununterbrochen Schmerzen. Ein künstliches Sprunggelenk aus der Schweiz ist seine letzte Hoffnung wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Um die kostspielige Operation zu ermöglichen, hat seine Schwester ein Spendenkonto auf einer Crowdfunding-Seite eingerichtet. „Bereits am 20. Januar wird meine langersehnte Operation stattfinden. Um die OP nicht aufs Spiel zu setzen, bin ich bereits seit einigen Tagen vorsorglich in Quarantäne.“  mehr...

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