Goldschmiedin Nora produziert fairen und nachhaltigen Schmuck

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Nora ist Goldschmiedin und verwendet aus Überzeugung ausschließlich fair produzierte Rohstoffe und arbeitet nachhaltig. „Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass das was ich tue, einen positiven Effekt hat.“ Sie arbeitet mit Recycling-Gold und -Silber und fertigt auch aus alten Schmuckstücken neue an. Zudem verzichtet Nora auf die sonst üblichen chemischen Hilfsmittel des Goldschmiedehandwerks, um die Umwelt, sich selbst und ihre Mitarbeiter zu schonen. „Ich benutze so wenig Strom wie möglich, arbeite viel von Hand und wir setzen so wenig Chemie ein wie nötig.“

Fairen Schmuck anzufertigen, bedeutet für Nora nicht nur, dass sie und ihre Mitarbeiter unter sehr guten Bedingungen produzieren. Die Fairness bezieht sich auch auf die Rohstoffe, die aus ausländischen Minen kommen. Die Diamanten und Edelsteine, die in ihrer Goldschmiede verarbeitet werden, kommen nachweislich aus fairem Abbau. Dabei stehen die Sicherheit und Menschenwürde der Minenarbeiter im Vordergrund.

Fairer Schmuck nicht teurer als Regulärer

Zertifizierte Minen im Ausland zu finden, war aber nicht so einfach. „Da bin ich auf wahnsinnige Barrieren gestoßen. Viele Kollegen haben mir gesagt, dass es das einfach nicht gibt.“ Nach eineinhalb Jahren findet sie ein Forum, über welches sie Kontakt zu öko-fairen Edelstein-Minen bekommt. „Preislich macht es kaum einen Unterschied, ob es faire Edelsteine sind, da ca. zehn Zwischenhändler ausgesetzt sind.“

Fair produzierten Schmuck zu erkennen, ist nicht so einfach, da es das Fairtrade-Siegel nicht für Edelsteine, sondern nur für Gold gibt. Nora findet, dass sich noch einiges ändern muss in der Branche. „Im Moment ist es noch viel Arbeit für den Verbraucher, man muss viel nachfragen. Ich sehe oft auf Social Media nachhaltig deklarierten Schmuck, bei dem Recycling-Gold verwendet wird, aber da sitzen Edelsteine drin, über die nicht mehr gesprochen wird.“

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