Endlich schlank – Magenverkleinerung gegen Adipositas

Stand
Autor/in
Jutta Kastenholz
Onlinefassung
Julian Camargo Krauskopf
Heimat RP

Hans Eckrich musste erleben, wie sein Vater in seinen Händen an einem Herzinfarkt stirbt. Er war auch übergewichtig. Hans selbst brachte damals 180 Kilogramm auf die Waage – bei einer Größe von 1,73 Meter.

„Man leidet an vielen Folgeerkrankungen, wie Bluthochdruck, Herzinfarktgefahr. Auch im Privaten, man konnte nicht mehr am normalen Leben teilnehmen.“

Schon als Kind litt er an Diabetes und machte seine ersten Diäten.

„Es war nie ein Problem, 30 Kilo abzunehmen. Das Problem war, das Gewicht zu halten.“

Mit Anfang 40 bekam er Bluthochdruck – wie einst sein Vater. Für Hans war klar, dass sich etwas Grundlegendes ändern musste. Sein Kardiologe empfahl im schließlich eine Magenverkleinerung. Im Herbst 2017 legten ihm die Ärzte im Adipositaszentrum Kirchheimbolanden in einer fünfstündigen OP einen Magenbypass.

Inzwischen hat er seine Gewichtsprobleme in den Griff bekommen. Ein leichter Weg war es auch mit der Operation nicht: „Die überschüssige Haut, die nach einem so immensen Gewichtsverlust übrigbleibt, hängt an einem.“ Also legte sich Hans ein zweites Mal unters Messer. Es war ein langer Weg, bis die Krankenkasse die Kosten für diese OP übernahm. Heute hilft er anderen in einer Selbsthilfegruppe, mit krankhaftem Übergewicht umzugehen.

Über sein neues, schlankes Leben ist er überglücklich.

„Dieses schwerelose Leben ist unbeschreiblich. Einfach nur leben und nicht mehr gefangen im eigenen Körper sein.“

Ihr habt selbst Adipositas oder kennt jemanden, der Adipositas hat? Auf adipositas-selbsthilfe.com tauschen sich Betroffene aus, um sich gegenseitig zu helfen.

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