Herzkissen für Brustkrebspatientinnen – Schmerzen lindern und Trost spenden

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AUTOR/IN
Michelle Habermehl
Ehrenamtliche nähen Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen am Klinikum Ludwigshafen (Foto: SWR)
Sabine und Andrea nähen Herzkissen für Brustkrebspatientinnen.
Die Kissen sind nicht nur einfach zur Deko - sie erleichtern das Ablegen des Arms nach der Operation, lindern Schmerzen und spenden Trost.
Etwa 16 Ehrenamtliche nähen die Herzkissen für die Patientinnen am Klinikum.
Ziel der ehrenamitlichen Initiative: Jede Frau, die am Klinikum Ludwigshafen die Diagnose Brustkrebs bekommt, soll ein Herzkissen bekommen.

„Ich hatte im engeren Umkreis zwei Fälle von Frauen, die Brustkrebs hatten. Ich habe mich so hilflos gefühlt und wollte irgendetwas Gutes tun. Und da bin ich auf die Herzkissen gekommen.“ 

Es sind nicht einfach nur dekorative Kissen – die Herzkissen sollen den Brustkrebspatientinnen das Ablegen des Arms nach der Operation erleichtern, Schmerzen lindern oder einfach Trost spenden. In ganz Deutschland werden sie von Ehrenamtlichen für an Brustkrebs erkrankte Frauen genäht. Das fand Sabina so gut, dass sie sich entschied, auch in Ludwigshafen eine Herzkissen Gruppe zu gründen.

„Ich dachte, nur diese vier Herzkissen, die ich verschenkt habe, die haben so viel ausgelöst bei den zwei Frauen und es hat auch mir irgendwas gegeben – es hat sich einfach gut angefühlt. Deshalb habe ich einfach weiter genäht und bin dann mit 21 gestopften Kissen zu Andrea gekommen.“

Andrea, Krankenschwester am Klinikum Ludwigshafen, machte zur gleichen Zeit eine Weiterbildung zur Breast Care Nurse. Als sie dabei den Herzkissen begegnete, wollte auch das Ganze auch für Ludwigshafen organisieren. Da kam Sabina mit ihren Kissen wie gerufen.

Seither haben sich den beiden etwa 14 Ehrenamtliche angeschlossen und Kissen genäht. Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Frauen und nähen gemeinsam. „Ich bin super glücklich mit unserer Gruppe. Es funktioniert einfach. Dass die Frauen ihre Herzen bekommen, macht uns auch irgendwie total stolz“, erzählt Andrea. Und Sabina fügt hinzu: „Ich wollte nicht nur die 21 nähen, sondern einfach sagen können, jede Frau, die hier ans Klinikum kommt und diese schreckliche Diagnose hat, geht nicht ohne Herzkissen raus.“


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