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Michèle Kraft (Foto: SWR)
Lyriker Hassan Özdemir (Foto: SWR)
Hassan Özdemir in Freinsheim
Seine Gefühle legt er in seinen Gedichten dar.
"Lyrik ist anstrengend. Man sagt, dass sie schwierig zu verstehen ist."
In Freinsheim und in Ludwigshafen ist er daheim.

"Lyrik ist anstrengend. Man sagt, dass sie schwierig zu verstehen ist." Hasan Özdemir hat sich schon früh mit der Lyrik beschäftigt. Zuerst in der Türkei, wo er geboren wurde, später in Deutschland. „Schon in der Türkei habe ich gerne Gedichte gelesen und auch viele auswendig gelernt, aber das waren halt türkische Gedichte. Ich habe die einfach in mir gespürt.“ In Deutschland hat er angefangen, mit Freunden seine ersten Gedichte zu übersetzen.

„Wir haben am Anfang versucht, 20 Gedichte ins Deutsche zu übersetzen. Wir waren nicht professionell, aber wir haben es gewagt. Und dann haben wir versucht, einen Verlag zu finden. Das Land Rheinland-Pfalz hat das Projekt unterstützt. Das Buch wurde veröffentlicht, das war 1989. Danach hat es erst so richtig angefangen. Ich wurde zu Lesungen eingeladen. Habe mehr auf Deutsch gelesen als auf Türkisch."

Heute ist Hasan als Lyriker bekannt, schreibt auch Dramen und Erzählungen und organisiert Lesungen in Ludwigshafen, Freinsheim und in der Region. Seine Heimat ist irgendwo zwischen diesem beiden Städten. Zuhause ist er im Hahnenturm in Freinsheim. Hier kommt er zur Ruhe, steht am Fenster und betrachtet die Natur. Der Blick nach draußen fühlt sich für ihn an wie Urlaub. Seine Familie dagegen lebt in der Industriestadt Ludwigshafen. In dem Gedicht "Straßen meiner Stadt" erzählt er von seinen Gefühlen für die Stadt am Rhein.

Durch die Lyrik kann er sprachlich frei ausdrücken, was er empfindet. Kann sagen, was schön ist. "Bei Lyrik musst du jeden Satz innerhalb des Gedichtes wahrnehmen. Jede Zeile und jedes Wort haben eine große Bedeutung. Dichtung ist die verdichtete Sprache. Dicht halt.“

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