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Porträt einer rothaarigen Frau, die lächelnd in die Kamera schaut. (Foto: SWR)
Nadine begleitet als Doula Frauen vor, während und nach ihrer Geburt.
Während der Geburt möchte sie Frauen einen geschützten Raum bieten – ob in der Klinik oder - wie hier - zuhause.
Nach der Geburt heißt es für Nadine „mothering the mother“ – die Mutter bemuttern.
Zum Beispiel kocht Nadine im Wochenbett Suppe für die Mütter.
Nadine lässt für die Mütter gerne zur Entspannung ein heißes Bad mit Bachblütentropfen einlaufen.
Anders als viele Hebammen kann sich Nadine Zeit für die emotionale Betreuung der Mütter nehmen.

Nadine (35) weiß, dass viele Frauen vor allem Angst damit verbinden – Angst vor Schmerzen und vor dem Stress. „Aber ich möchte, dass Frauen die Geburt als eine Art Transformation begreifen und nicht als ein notwendiges Übel. Die Schmerzen sind der Prozess, die mich von der Frau zur Mutter werden lassen. Das ist etwas Magisches und als das sollte es auch gesehen werden.“

Nadine ist Doula - eine nichtmedizinische Helferin. Das Wort „doúlē“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet sinngemäß „Dienerin“. Als Doula begleitet Nadine Frauen während und auch nach der Geburt. „Ich bin keine Hebamme, das ist wichtig abzugrenzen. Die Doula interessiert sich weniger für das Medizinische, eher für das seelische Wohlbefinden der Frau. Wir sehen uns also als Ergänzung zu Hebammen.“

Berufswunsch Hebamme

Schon als Jugendliche hat sich Nadine für das Thema Geburt begeistert und spielte mit dem Gedanken, nach dem Abitur eine Hebammenausbildung anzufangen. Diesen Wunsch erfüllte sie sich schließlich 2013 nach ihrer ersten Geburt.

Die Ausbildung musste sie allerdings aufgrund privater Krisen und Zeitmangel abbrechen. Sie beschloss, stattdessen Doula zu werden. Dieser Berufung folgte sie nach der zweiten Hausgeburt: „Das hat mir wieder gezeigt: Es braucht für eine Geburt nur vollkommenes Vertrauen in sich selbst. In jedem Moment die Anbindung zu sich und der Weiblichkeit.“

Da ansetzten, wo Hebammen die Zeit fehlt

Nadines Ziel: Frauen helfen, das Vertrauen in den eigenen Körper zu stärken und ihnen einen geschützten Raum bieten. Hebammen hätten aufgrund der mangelnden Zeit kaum Kapazität für diese emotionale Unterstützung. Diese Lücke hofft Nadine durch ihre Arbeit zu schließen. Ob mit Gesprächen, heißen Suppen, mentaler Geburtsvorbereitung oder warmen Bädern. „Ich möchte den Frauen das geben, was ich mir auch für mich damals so gewünscht hätte“.

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