Georg schreibt mit 89 Jahren Kinderbücher – Im Herzen bleibt er Kind

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AUTOR/IN
Michèle Kraft
Michèle Kraft (Foto: SWR)
Georg, 89 Jahre alt ist Kinderbuchautor (Foto: SWR)
„Im Grunde genommen bin ich ein Phantast. Im Inneren bin ich ja auch nur ein Kind. Deshalb schreibe ich für Kinder.“ (Georg, 89 Jahre alt, Kinderbuchautor aus der Pfalz)
Georg liebt es, Geschichten zu erzählen. In einer davon möchte eine kleine Maus Flügel haben.
Die Illustrationen für das neuste Buch hat Laura gemalt, die Tochter einer Bekannten.
„Ich habe gedacht: Zeichner gibt es genügend, aber das soll jetzt mal ein Kind machen. So, wie ein Kind diese Geschichte empfindet.“
Die Illustrationen für das neuste Buch hat Laura gemalt, die Tochter einer Bekannten.

„Ich habe am Anfang gar nichts mit Schreiben zu tun gehabt, ich habe Chemie studiert. Eines Tages habe ich gemerkt da kann ich nicht kreativ sein.“

Von der Chemie ist Georg zum Schreiben gekommen. Zuerst für eine satirische Zeitschrift, später für Werbefilme und auch für das Sandmännchen. Geschichten zu erzählen, das ist die Leidenschaft des heute 89-Jährigen. „Es hat mir eine Menge Spaß gemacht, für die Kinder zu schreiben.“

Im Herzen ist er ein Kind geblieben

Auch seinen Kindern und Enkelkindern hat er selbst erdachte Einschlaf-Geschichten erzählt. „Im Grunde genommen bin ich ja auch noch ein Phantast, im Inneren bin ich ja auch nur ein Kind. Deshalb schreibe ich für Kinder.“ Zusammen mit der 13-jährigen Laura hat er ein weiteres Buch geschrieben: ‚Ratzfatz – Die fliegende Maus‘. Die kleine Maus Ratzfatz möchte unbedingt fliegen können und zusammen mit einem Piloten begibt sie sich auf eine Reise nach Brasilien, um auf einem abenteuerlichen Weg Flügel zu bekommen. Die Flügel stehen für die Kindheit und die Einfachheit im Leben. Sie lassen uns, wie Georg sagt, träumen. Tief im Inneren hat er auch Flügel, meint er von sich selbst.

Für Georg war es wichtig, dass das Buch auch von einem Kind illustriert wird. „Ich habe gedacht: Zeichner gibt es genügend, aber das soll jetzt mal ein Kind machen. So, wie ein Kind diese Geschichte empfindet.“ Er beauftragt Laura, die Tochter einer Bekannten. „Laura zeichnet gerne, das wusste ich von der Mutter, dann habe ich gedacht sie soll es mal versuchen.“

Mittlerweile ist das Buch bilingual und hat neben dem Deutschen eine ukrainische Fassung. „Es kommen immer mehr Kinder aus der Ukraine, die wollen ja auch etwas erzählt bekommen.“ Georg will weiterschreiben, solange es geht. „Das Leben ist schön, auch wenn man alt ist, und was weiß ich wie viele Wehwehchen hat. Aber es macht doch Spaß, es ist eine wunderschöne Welt. Und die möchte ich noch weiter genießen, solange es geht.“

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