Der Job mit dem Müll: Manuel wünscht sich mehr Anerkennung für seinen Beruf als Müllwerker

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Michèle Kraft
Michèle Kraft
Fabian Janssen
Fabian Janssen

„Ich bin in der freien Natur, es ist nicht so eintönig wie Fließbandarbeit und ich habe mit Menschen zu tun.“

Für Manuel (35) bietet die Arbeit bei den Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieben Landau viele Vorteile. Über eine Leihfirma kam er vor 15 Jahren zu dem Job als Lader von Müllfahrzeugen. „Das war das, was mir dort angeboten wurde. Die Firma damals hat recht schnell gemerkt, dass mir das gut liegt. Ich selbst habe das dann auch gemerkt. Und so bin ich direkt dortgeblieben.“

Manuel ist früh Vater geworden. Seine Tochter ist mittlerweile 17 Jahre alt, von seiner Freundin lebt er getrennt. Für den Unterhalt wollte er aber so viel wie möglich verdienen. „Ich habe mich dann über die Leihfirma hochgeschafft.“ Seit fünf Jahren hat er nun auch den LKW Führerschein. „Diese Möglichkeit gibt es dann auch noch. Dass man nicht nur Lader bleibt, sondern sich auch hocharbeiten kann.“ Auch wenn der Job auf dem Müllfahrzeug viele negative Klischees mit sich bringt, liebt Manuel seine Arbeit.

„Jeder von uns kennt Körperhygiene und geht nach der Arbeit duschen. Dann ist der Geruch auch wieder weg.“ 

Was er sich aber wünscht, ist mehr Respekt von Autofahrern. „Wir sind ja genauso Teilnehmer am Straßenverkehr, wie die Autofahrer auch und wenn ich jetzt mit dem Auto dastehen würde, dann würden sie mich auch nicht überholen. So ist es auch mit dem LKW. Wir stehen sekundenweise bis die Mülleimer leer sind, dann geht es weiter und ich glaube nicht, dass irgendjemand so einen Zeitdruck hat, dass er irgendwas riskieren muss.“

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