Aus Zweibrücken in die ganze Welt

Dauer

"Man wird süchtig nach dem Reisen. Es gibt immer neue Länder, Kulturen und Plätze. Da denkt man sich, warum soll ich jetzt nach Hause gehen?"

Fünf Jahre waren Florian (35) und Anika (30) unterwegs: Asien, Australien, die pazifischen Inseln, Südamerika, Afrika, Iran. Und jetzt wieder Zweibrücken - der Ort, an dem sie im März 2013 gestartet sind. Ihre Reise sollte bewusst in der Heimat beginnen: "Wir wollten so viel wie möglich über Land reisen, mit einfachen Verkehrsmitteln. Weniger wie ein Tourist, sondern eher wie jemand, der in die nächst größere Stadt fährt. Wir hätten auch fliegen können, aber so war der Übergang fließend und wir haben gesehen, wie sich Landschaft, Menschen und Kultur langsam verändern", erklärt Florian. So wurde aus geplanten 18 Monaten eine ganze Weltreise. Jetzt wieder zurück zu sein, ist für beide ungewohnt. "Es ist auf jeden Fall schön, Freunde und Familie wiederzusehen. Aber es ist auch ein komisches Gefühl, nach so langer Zeit ohne festes Zuhause wieder an einem Ort zu sein. Es ist einem zwar alles vertraut, aber trotzdem fremd, weil man sich selbst verändert hat", beschreibt Anika ihre Gefühle kurz nach der Rückkehr. So richtig "zurückkehren" werden die beiden wohl auch nicht. "Wir sind zwar hier, aber ohne zu wissen, ob und wie lange wir bleiben und wo unser vorübergehender Lebensmittelpunkt sein wird", erklärt Florian. Zweibrücken muss es nicht zwangsläufig sein. "Klimatechnisch eher irgendwo, wo es wärmer ist", lacht Anika.

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