Oma Lenis Essen to go

Oma Lenis Essen to go

Wenn Barbara aus Pirmasens-Windsberg an ihre Kindheit zurückdenkt, erinnert sie sich vor allem daran, wie ihre Oma sie vom Reitunterricht abgeholt hat. Denn ihre Oma kam nie alleine.

„Auf dem Heimweg vom Reitunterricht hat meine Oma ganz kreativ in 100 Töpfen auf dem Fußboden des Autos angerichtet: Vorspeise – Hauptspeise – Nachtisch.“

Barbara, 26, Enkelin

Als Kind liebte Barbara ihre Oma Leni – und Pferde. Vom Reitunterrichtet wurde Barbara oft von ihrer Oma abgeholt und auf dem Weg kulinarisch versorgt. Eine Situation, an die sich auch Barbaras Oma immer noch erinnert: „Da hat sie von Kleinbundenbach bis Oberauerbach oft die ganze Schüssel leer gehabt und dann hat sie geschlafen. Kopf auf die Seite und geschlafen.“ Das Essen aus der Kindheit spielt für Barbara eine besondere Rolle. Ihre Oma weiß, dass sie eine großer Vorliebe für alles, was süß ist, hat. Ihre Lieblingsspeise: Milchreis mit Mirabellen aus Omas eigenem Garten – angerichtet in einem 22 Jahre alten, ganz persönlichen Gefäß: „In meiner Tasse, in der Bärbeltasse, aus der ich schon, seit ich klein bin, trinke und esse.“

22 Jahre alte Tasse mit der Aufschrift "Bärbel" (Foto: SWR)

Wenn Oma scherzt, dass der Milchreis sehr fest sei und man damit jemanden erschlagen könne, fängt Barbara an zu schmunzeln. „Meine Oma ist ein sehr humorvoller Mensch. Ich kann ganz viel mit ihr lachen, sie nimmt sich selber auch nicht so ernst, genau wie ich mich.“

Oma Leni und Enkelin Barbara umarmen sich (Foto: SWR)

Aufgewachsen ist Barbara auf einem Hof in Pirmasens-Windsberg, ihre Eltern sind Landwirte. Auch heute noch wohnt sie im gleichen Ort: „Mir ist Zeit mit der Familie sehr wichtig. Ich habe einen großen Teil meiner Familie ganz nah um mich: meine anderen Großeltern, Mama, Papa, meine Geschwister.“ Barbara selbst arbeitet als Privatkundenberaterin bei einer Bank. Nebenbei engagiert sich die 26-Jährige in der Landjugend, ist seit 5 Jahren Landesvorsitzende und inzwischen im Bundesvorstand. Sie weiß, was die Leute auf dem Land denken und brauchen. Und sie will, dass die Jugend auf dem Land eine Zukunft hat. „Landwirtschaft sind meine Wurzeln, da komme ich her. Im Mai, Juni kein Heu mehr zu riechen, wenn es frisch gemacht wird, im Sommer nicht mehr bis spät abends mit auf dem Mähdrescher zu sitzen: Das würde mir sowas von fehlen. Das ist ein Teil von mir.“

Die ganze Folge von „Oma kocht am besten“