Mit dem Klapprad 1.800 Höhenmeter über die Alpen

Mit dem Klapprad 1.800 Höhenmeter über die Alpen

„Wenn ich denke, es geht nicht, ist mein Ehrgeiz geweckt! Dann läuft die Maschinerie an und ich überlege, wie ich es doch möglich machen kann!“

Michael Vornetran (58) aus Schifferstadt war sich eigentlich sicher, dass man das Stilfser Joch nicht mit dem Klapprad bezwingen kann: 1.869 Höhenmeter, 24 Km, 9-15 % Steigung. „Das ist die Königin der Gebirgspässe, die wollte ich schon immer mal fahren. Aber ich dachte ans Rennrad.“ Klapprad fährt Michael eigentlich nur zum Spaß, z. B. beim Kalmit-Klapprad-Cup. Aber nachdem der Plan stand, damit auf den höchsten Gebirgspass Italiens zu fahren, wurde auch zu anderen Anlässen geradelt: „An Weihnachten sind wir verkleidet als Elch gefahren und an Ostern im Hasenkostüm.“

Ein halbes Jahr lang haben Michael und seine drei Team-Kolleginnen trainiert und damit knapp 2.500 Euro Spendengelder zugunsten des Heart-Racer-Teams gesammelt, das sich für die Inklusion im Sport einsetzt. „Wochenends sind wir immer auf die Kalmit gefahren – um die Höhe zu simulieren allerdings drei, vier Mal hintereinander.“ Im Juni 2018 war es dann so weit. Die vier Pfälzer meistern die Passstraße in nur drei Stunden. „Mir kam es so vor, als wäre ich im Film“, erzählt Michael.

„Das war so unrealistisch. Man guckt runter, sieht die vielen Serpentinen und denkt sich: Das soll ich gefahren sein?“

Oben angekommen wurden die vier jubelnd empfangen. „Die Leute, die uns auf der Strecke überholt haben, haben oben auf uns gewartet und applaudiert. Jeder wollte ein Selfie mit uns. Das war phänomenal, unbeschreiblich schön. Einer der Momente, die für immer in der Festplatte eingebrannt sind.“ Kaum zurück haben Michael und sein Team auch schon eine neue Idee: 24 Stunden Kalmit. „Wir wollen 24 Stunden lang hoch und runter fahren. Mal sehen, wie oft wir es schaffen!“


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