Kunst gegen die Angst vorm Tod – ein Spiel mit Licht und Schatten

Dauer

„In dem Moment, wo ein Thema kein Tabu mehr ist, ist es einfacher damit umzugehen.“ Thomas Brenner, ein bekannter Fotograf aus Kaiserslautern, meint damit den Tod. Als Künstler nähert er sich diesem schwierigen Thema auf seine Art. Er will Tabus, die dem Tod anhaften, brechen.

„Ich fand die Beschäftigung mit dem Thema gut und auch, dass ich mit vielen Leuten darüber gesprochen habe. Das nimmt sofort die Angst weg.“ 

In seiner Ausstellung, „Die letzte Inszenierung“ kann man aber nicht nur seine Bilder zum Thema Tod bestaunen, es gibt auch einen Sarg zum Probeliegen oder eine Tafel, wo man seinen letzten Wunsch verewigen kann.

„Ich glaube, dass Humor hilft mit dem Thema Tod umzugehen. Die Leute haben erstmal Beklemmungen, trauen sich nicht in den Sarg zu legen, aber ab dem Moment, wo sie es gemacht haben, werden die Handys rausgeholt und Selfies gemacht."

Einen besonderen Reiz macht für Thomas auch die Organisation solcher Projekte aus. „Ich finde das superspannend, weil man ja gucken muss, dass man mit möglichst wenig finanziellen Mitteln sowas auf die Beine stellt. Man braucht eine Logistik, wie beim Film: Darsteller, Requisite, Erlaubnis, Strom. Die Aufnahmen sind deshalb zu 85% vorgeplant. Die letzten 15% ergeben sich am Set, wenn etwa das Wetter anders ist, als geplant oder jemand eine Idee hat, wo ich denke: die ist so toll, die müssen wir jetzt machen.“