Knut 2.0: Weihnachtsbaum-Weitwurf in der Pfalz

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Wenn im pfälzischen Weidenthal Anfang Januar Fichten durch die Luft fliegen, ist es wieder so weit: Schon zum 13. Mal findet in dem 2.500-Seelen-Dorf die Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen statt. Während im restlichen Land die Menschen ihren Tannenbaum vor die Tür stellen, versuchen die Weidenthaler ihn möglichst weit und hoch zu werfen.

„Das ist bei uns Tradition geworden, weil alle mitmachen: die Frauen, die Männer, die Kinder. Es ist einfach herrlich!“

erklärt Cora Möbius, die als Zugezogene 2016 gleich bei ihrer allerersten Teilnahme den Weltmeistertitel geholt hat. „Das war natürlich eine Bombenüberraschung – ich habe mich mega gefreut. Ich habe damals auch den Schleuder-Rekord aufgestellt und ihn 2018 nochmal ausgebaut.“

Natürlich hat die Weltmeisterin deshalb auch in diesem Jahr Gewinner-Ambitionen. „Ohne Sieg geht natürlich gar nicht,“ sagt sie mit einem Augenzwinkern. Glühwein ist bei dem Dreikampf aus Weit-, Hoch- und Schleuderwurf übrigens ein legales Dopingmittel. „Das lockert auf und dann kann man auch besser aus der Hüfte schwingen,“ lacht Cora.

In diesem Jahr schafft sie es jedoch trotz ihrer ausgefeilten neuen Technik nicht aufs Treppchen. Aber egal, „der Spaß ist das, was die Veranstaltung hier ausmacht,“ erklärt Cora. Zum Abschluss werden die Weihnachtsbäume – ob geworfen oder nicht – ohnehin alle gemeinsam verbrannt.

Hier gibt´s die ganze SWR Reportage:

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