Horror-Trip im Pfälzerwald – Der „Ausflug des Schreckens“

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Horror-Trip im Pfälzerwald – Der „Ausflug des Schreckens“

Der Pfälzerwald – ein Ort des Schreckens! Erholsame Wanderwege verwandeln sich in düstere Pfade, bevölkert von finsteren Gestalten. (Foto: SWR)
Der Pfälzerwald – ein Ort des Schreckens! Erholsame Wanderwege verwandeln sich in düstere Pfade, bevölkert von finsteren Gestalten.
Albert (65) steckt hinter dem Horror. Als er mit Freunden nach Alleinstellungsmerkmalen zum Ankurbeln des heimischen Tourismus suchte, war schnell die Idee vom „Ausflug des Schreckens“ geboren.
Seit 14 Jahren findet dieser Event mit mittlerweile 2.000 Besuchern und liebevollen Kostümen, aufwendiger LED Lichttechnik, Tontechnik und Nebelmaschinen statt.
Gevatter Tod schleicht durch das obere Pfrimmtal auf der Suche nach neuen Opfern, denen er das Fürchten lehren kann.
Ein Ork-Krieger sorgt für Angst und Schrecken. Auch die LARP Community kann ihre detailreichen Kostüme präsentieren.
Fantasievolle Horror-Kostümen erschrecken jeden Teilnehmer. Inspiration sind immer wieder aktuelle Horrorfilme und Filmklassiker.
Auch abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen dürfen bei der Grusel-Tour nicht fehlen.
LARP, Cosplay und Halloween „Jünger“ treffen aufeinander und sorgen so für eine ganz besondere Atmosphäre, der sich niemand entziehen kann.
Albert hat zwar schon viel erlebt, aber erschrecken muss er sich trotzdem immer wieder.

„Wenn einem im dichten Nebel, von LEDs geblendet, eine eineinhalb Meter große Spinne ins Gesicht springt, bekommt man Angst.“ Albert (65 – zweites Foto) veranstaltet seit 14 Jahren den „Ausflug des Schreckens“. Kann Albert sich nach so vielen „Ausflügen des Schreckens“ überhaupt noch selbst erschrecken? Natürlich versuchen seine Kollegen ihm jedes Jahr Angst zu machen. „Abgehärtet ist man zwar schon, aber erschreckt werde ich trotzdem immer wieder.“

Von der Idee zum Kult-Event

Aber wie wurde der beschauliche Pfälzerwald im oberen Pfrimmtal zu einem Ort des Schreckens? „Zum Ankurbeln des heimischen Tourismus und um unsere Region bekannter zu machen.“ Durch die nahegelegenen US-Stützpunkte war man schon früh mit Halloween und unterschiedlichen Veranstaltungen, wie dem „Haunted House“ der Streitkräfte vertraut. So war auch schnell die Idee vom „Ausflug des Schreckens“ geboren.

Die harte Arbeit zahlt sich aus

Aus anfänglich knapp 200 Teilnehmern aus den umliegenden Ortschaften wurde bei Kerzenschein und Lagerfeuer, schnell ein Event mit 2.000 Besuchern und aufwendiger LED Lichttechnik, Tontechnik und Nebelmaschinen. „Die letzten Jahre waren immer ausverkauft“, erzählt Albert stolz. Mittlerweile versuchen über 100 professionell Verkleidete den Besuchern das Fürchten zu lehren. Aber auch die verkleiden sich immer häufiger selbst. „Mittlerweile kommen rund die Hälfte auch verkleidet zu uns.“ So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

Aus Jung und Alt wird eine starke Gemeinschaft

Viel Zeit und Mühe investieren Albert und seine Freunde jedes Jahr in den besonderen Horror-Trip. „Es sind viele junge Leute bei uns im Team, dann fällt die ganze Arbeit gleich viel leichter.“ Von 14 bis 78 sind Junge und Alte gleichsam begeistert und engagiert bei der Sache. „So ist über die Jahre eine starke Gemeinschaft entstanden“, erzählt Albert mit Begeisterung.

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