Julia schneidert und träge die Mode aus dem 19. und 20. Jahrhundert

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„Mich reizt am Historischen, dass es ein ganz anderer Stil ist als heute. Es ist nichts, was man sich einfach mal so im Laden kaufen kann.“

Julia liebt die Kleidung aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Seit sie mit zwölf Jahren ihre erste Nähmaschine geschenkt bekommen hat, dreht sich für die Saarburgerin alles nur noch um Mode. „Es gibt natürlich viele Hobbies, die man machen kann, die Spaß machen würden, aber ich finde, egal, was ich anderes mache, komme ich immer wieder dazu zurück.“

Über die Jahre hat sie sich das Nähen selbst beigebracht und erste Kostüme für die Theatergruppe gemacht, der ihre Eltern angehören.

„Ich glaube, ich habe von Anfang an gemerkt, dass das so mein Ding ist. Es hat sich natürlich immer weiterentwickelt.“

Richtig angetan ist sie von alten, traditionellen Kleidungsstücken, deren Schnittmuster sie in einer ihrer 90 historischen Modezeitschriften findet, die sie mittlerweile gesammelt hat. „Ich schaue mir total gerne Originalbilder aus der Zeit an, weil ich finde, dass man einen ganz anderen Eindruck bekommt, wie die Menschen gelebt haben und was so deren Alltagssituation war. Was ich daran so toll finde, ist der Gedanke, dass man das auch selber tragen kann. Ich finde, das verbindet einem mit den Sachen.“

Nach ihrem Abitur hat Julia in London Kostümbild für Theater und Film studiert. Während ihres Masterstudiums in Mannheim hat sie angefangen, das Freilichtmuseum Roscheider Hof zu unterstützen. Hier digitalisiert sie die Kleidersammlung des Museums. „Wenn man sich Zeitschriften anschaut, kriegt man natürlich schon einen Eindruck, aber sich die Originale anzuschauen, das ist nochmal ein ganz anderes Gefühl, weil man die Details viel besser sehen kann. Man kann das Material fühlen, und sich mit allen Sinnen damit beschäftigen, anstatt sich einfach nur ein Bild anzuschauen.“ Selbst hat Julia auch schon eine kleine Sammlung an historischer Kleidung gebildet. Eines ihrer ältesten Stücke ist von 1830 und handgenäht.

„Heute ist es was Besonderes, so etwas zu tragen.“

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