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Zwei Schwestern auf Weltreise ohne Flugzeug – Auf der Suche nach Utopien

Zwei Frauen mit einem Hund auf dem Arm stehen vor Bergkulisse (Foto: SWR)
Julia, Lisa & Hündin Nami – die drei reisen gemeinsam um die Welt auf der Suche nach Utopia
Die ganze Strecke von Deutschland bis Gibraltar legen die beiden per Anhalter zurück.
Den Atlantik überqueren sie mit einer Seglergruppe auf einem kleinen Segelboot.
In Südamerika angekommen besuchen sie das Permakulturprojekt „Mano de Sol“ in Kolumbien.
Den Amazonas durchfahren Julia und Lisa mit einem Kanu.
In Patagonien verbringen sie einige Zeit in der Aluantu Gemeinschaft. Hier stehen Leben in Gleichgewicht mit Natur und Umwelt im Mittelpunkt sowie persönliches und spirituelles Wachstum.
In Guatemala bauen die beiden sich Fahrräder aus recycelten Teilen und fahren damit nach und durch Mexiko.
Angehörige der Zapatistas (EZLN) stehen in Rhei und Glied. Diese Bewegung hat es den beiden besonders angetan. Die Zapatistas ist eine sozialrevolutionäre indigene Gruppierung im Süden Mexikos.
Julia und Lisa sitzen gemeinsam an einem Strand und genießen die Zeit. Wegen Corona sitzen sie aktuell in Mexiko fest und sind bei einem Freund untergekommen.

Zwei Schwestern, ein Hund und eine Vision: gelebte Utopien kennenlernen. Das ist Julias (29) und Lisas (28) Plan. Seit Juli 2017 reisen die beiden Geschwister mit ihrem Hund Nami um die Welt. „Wir reisen komplett ohne Flugzeug und auf unserer Reise besuchen wir Ökodörfer, Gemeinschaften, Aussteigerinitiativen und politische Aktivist*Innen.“

In jedem Land versuchen sie mindestens einen alternativen Lebensweg zu finden. „Wir wollen die Ideen der schon gelebten Utopien sammeln und aufschreiben, um am Ende unsere eigene Gemeinschaft aufzubauen und zu gründen.“ In Hambuch ging es los, über Frankreich und Spanien sind sie nach Gibraltar getrampt. Um von dort per Segelboot den Atlantik zu überqueren.

Das Meer hinter sich gelassen, wird Südamerika bereist, bevor es nach Mexiko ging. Eigentlich war ihr Plan über die Beringstraße nach Russland einzureisen. Doch Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Wir sind immer noch in Mexiko. Unser Visum lief am 24. März aus. Unser Plan war es, Richtung Norden aufzubrechen, um dann in die USA zu reisen.“ Da waren die Grenzen bereits geschlossen und eine Einreise nicht mehr möglich.

„Unsere Gefühle zu der Situation sind gemischt. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass wir uns nicht mehr frei bewegen können. Das lässt uns nochmal darüber nachdenken wie privilegiert wir mit einem deutschen Pass eigentlich sind. Für uns war es eine ‚Selbstverständlichkeit‘ von A nach B zu reisen.“

Bei einem Freund sind sie untergekommen und gewinnen der Situation auch etwas Positives ab: „Es hat auch seine schöne Seite, nach drei Jahren Reise einen festen Ort zu haben, an dem wir vielen Dingen nachgehen können, die sonst im Reisealltag manchmal untergehen.“

Eine Frage treibt die beiden aber stärker um denn je: „Wieso fixieren wir uns so auf den Virus und auf die Angst, statt über Möglichkeiten nachzudenken, wie wir nach der Quarantäne eine Welt schaffen können, in der alle Lebewesen harmonischer und gesünder miteinander leben können?“

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