STAND
AUTOR/IN

„Dominanz, Führungspersönlichkeit, Ehrlichkeit, Selbstrespekt und Disziplin, das sind meine Stärken.“

Yadigar Görür gilt als harter Hund, der mit seiner direkten Art auch aneckt. Als Top-Fußballer hat er in internationalen Vereinen gespielt und als Performance-Coach Profimannschaften zum Titel geführt.

Dabei war Fußball für den Sohn türkischer Gastarbeiter auch eine Zuflucht: Yadigar ist 15 als sein Vater entscheidet, mit der Familie zurück in die Türkei zurückzugehen. Dort hat er ein Schlüsselerlebnis im Fußballinternat.

„Du bist mit Älteren zusammen, die dir auf die Schulter klopfen, weil du etwas gut gemacht hast. Zuhause hat dir niemand auf die Schulter geklopft, dich liebkost. Jeder Vater würde stolz sein auf einen Sohn, der mit 16 Top-Fußballer ist. Meiner nicht.“

Als Profi-Fußballer kümmert sich Yadigar um den Unterhalt der Familie. Doch den Respekt des Vaters bekommt er nicht. Er bricht den Kontakt zur Familie ab und verliebt sich in der Eifel. 17 Jahre lang lebt er mit seiner Frau in Trier. Dann kommt die Scheidung und weitere Tiefschläge folgen. Durch Korruption und Krise in der Türkei, sagt er, verliert er sein Geld aus der Profizeit – die Altersvorsorge ist weg, Yadigar am Boden. Er bekommt einen Herzinfarkt.

Heute lebt er allein in Trier-West, wo er die Vorsitzenden von Alemannia Trier kennenlernt. Der Kreisliga-Amateurverein stand wegen Drogenproblemen, vorbestraften Spielern und Schulden schon vor dem Aus. Mit Yadigar haben sie sich einen Trainer geholt, der weiß, wie man wieder aufsteht.

„Wenn du vor dir selbst Respekt hast und überzeugt bist, kannst du auch andere Menschen überzeugen.“ Gemeinsam mit dem Verein will Yadigar sich wieder hochkämpfen.



Mehr über Yadigars Ziel beim SV Alemannia Trier



Mehr Sport

Eric ist ein Star auf der Bühne, aber eines hat er nicht erreicht

Eric Gauthier hat es vom charismatischen Publikumsliebling des Stuttgarter Balletts zum international gefragten Choreographen geschafft. Aber auf eine "Sache" wartet er noch.  mehr...

Voller Körpereinsatz auf Rollen: Désireés ungewöhnliches Hobby

Beim Roller Derby heißt Désireé aus Herrenberg 'Dee van Hinten'. Ihre Nummer: 71. Ihr Job: Punkte einsammeln für die Stuttgarter Rollergirls.  mehr...

Früher hieß es Murderball, heute Rollstuhlrugby

Wenn Wolfgang an 2008 zurückdenkt, bekommt er glänzende Augen und Gänsehaut. Damals war er mit der Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft in Beijing bei den Paralympischen Spielen.  mehr...

Mehr Heimat

Königsfeld

Tanja hört oft: "Boah, bist du hässlich!”

Tanja aus Königsfeld fällt auf: Ihre Tattoos und Bodymodifications provozieren. Aber fiese Bemerkungen kann sie mittlerweile gut wegstecken.  mehr...

Starker Wille statt Diät - Burak nimmt über 100 Kilogramm ab

Burak aus Mannheim wiegt über 200 Kilogramm. Als er in seinem Job als Rettungssanitäter nicht mehr die Leistung bringen kann, die er von sich selber erwartet, fasst Burak den Entschluss, deutlich abzunehmen.  mehr...

Als Luca auf die Welt kam, wog er nur 1.000 Gramm

Luca war ein Frühchen und wog bei Geburt nur 1.000 Gramm. Seine Mutter litt am HELPP-Syndrom, einer Schwangerschaftsvergiftung. Trotz Frühgeburt ist Luca heute gesund und fit.  mehr...

Erzähl uns Deine Story

Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.  mehr...

Folg uns auf Instagram

SWR Heimat BW
💓Wir lieben das echte Leben
🌎Menschen in BaWü
🎥Geschichten und Gefühle
💫Ganz normal bis abgefahren  mehr...

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team  mehr...

STAND
AUTOR/IN