Leistungssportler Peter fährt auch nach dem Schlaganfall noch Mountainbike-Rennen

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Die Diagnose „Schlaganfall“ war für Peter Schermann ein Schock. Der damals 29-Jährige ist Leistungssportler, er fährt Mountainbike auf Weltmeisterschaftsniveau. Doch plötzlich kann er seine linke Körperhälfte nicht mehr richtig bewegen. Auch sein Gehirn ist beeinträchtigt, bei Gesprächen und beim Lesen kann er kaum noch folgen.

„Es war schon eine ziemlich harte Zeit, aber für mich war klar, dass das wieder anders wird. Ich habe das schon als Herausforderung gesehen." Peter trainiert sein Gehirn und seinen Körper und so kehrte die Konzentration zurück und schon nach wenigen Monaten fährt er wieder Radrennen. „Die Ärzte haben damals gesagt: Du kannst keinen Leistungssport mehr machen. Wenn dann nur noch Sport als Reha oder Bewegungstherapie. Wenn ich heute daran zurückdenke, ist das unvorstellbar.“

Für Peter ist Leistungssport Lebensglück. „Für mich stellte sich die Frage: Soll ich jetzt für den Rest meines Lebens nicht mehr das machen, was ich liebe und was meine Leidenschaft ist? Mich auf‘s Sofa setzen und warten, dass nichts mehr passiert? Diese Entscheidung habe ich für mich recht klar getroffen. Man hat nur ein Leben und das muss man möglichst sinnvoll nutzen und das machen, wofür das Herz auch schlägt."

Trotzdem gibt Peter jetzt nicht mehr nur noch Vollgas. Er gönnt sich auch Ruhepausen, geht regelmäßig zu Kontrollen und arbeitet nur noch halbtags. Der Schlaganfall hat auch seinen Blick aufs Leben verändert: "Alltägliche Sachen kann man danach viel mehr wertschätzen. Was für einen selbstverständlich war, ist auf einmal auch das, was das Leben eigentlich ausmacht.“