Wenn Labradorhündin Tilda nicht wäre, würde für Luca die Welt untergehen

Wenn Labradorhündin Tilda nicht wäre, würde für Luca die Welt untergehen

Luca mit seiner Hündin Tilda (Foto: SWR)

„Ich habe nicht wirklich viele Freunde, wie Tilda. Aber Tilda ist auch nicht vergleichbar mit irgendwem.“

Wenn Luca von seiner Labrador-Hündin spricht, kommt das von ganzem Herzen. Der 10-Jährige ist Autist, nimmt dadurch viele Sinneseindrücke ungefiltert wahr und leidet unter erheblichem Stress. In Deutschland sind etwa ein Prozent der Bevölkerung von einer „Autismus-Spektrum-Störung“ betroffen, wie der Selbsthilfeverband „Autismus Deutschland“ betont. Der Alltag ist für Luca eine große Herausforderung. Immer wieder reagiert er aggressiv. Seine Stimmung kann ganz schnell umschlagen. Dann wird er laut, schreit oder schlägt sogar. Tilda ist speziell für Autisten ausgebildet und kann Luca durch Anstupsen ein Gefühl der Sicherheit geben. Seine Mutter ist froh:

"Er ist so viel glücklicher mit Tilda, weil er merkt, dass er so angenommen wird, wie er ist."

Durch seine Begleithündin ist Luca ruhiger geworden, kann sich der Welt mehr öffnen. Auch in die Schule kann er wieder gehen. Tilda steht ihm seit knapp zwei Jahren in jeder Lebenslage zur Seite. Eine Spendenaktion hat es der kleinen Familie ermöglicht Tilda nach Hause zu Luca zu holen. Für Luca eine wichtige Entwicklung in seinem Leben. Seine Physiotherapiestunden funktionieren mit Hund deutlich besser. Tilda wird in die Übungen integriert und motiviert Luca durchzuhalten. Nun traut er sich an der Seite von Tilda auch, allein das Haus zu verlassen.

„Ohne Tilda kann ich es mir nicht mehr vorstellen. Dann würde die Welt für mich untergehen.“ 

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