Das Glück trägt schwarz - Mit der Schornsteinfegerin auf Kehrtour

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„Wenn uns Leute auf der Straße sehen, kommen sie auf uns zu und sagen: Oh, Glücksbringer, dürfen wir ein Foto machen? Und dürfen wir Sie berühren? Wir haben eine Kundin, die hat meinem Lehrling den Knopf abgeschnitten, weil das für sie ein Glücksbringer ist. Das ist das Schöne daran. Ein Beruf, der Spaß macht.“

Anja Düren turnt auf den Dächern über Saarburg und den umliegenden Ortschaften herum – und bringt angeblich Glück ins Haus. Die 48-jährige Schornsteinfeger-Meisterin ist eine Rarität: In der Region Trier gib es nur zwei Frauen mit eigenem Kehrbezirk – dem stehen 60 Männer gegenüber.

„Meine Mutter war zwar strikt dagegen - eine Frau im Männerberuf und dreckig.“

Aber seit Anja als Teenager das erste Mal mit einem Schornsteinfeger auf dem Dach stand, hat sie die Liebe für das Handwerk gepackt. Nun sorgt sie seit 35 Jahren dafür, dass es in den Häusern warm bleibt und der Rauch ordentlich abzieht. Und natürlich verteilt sie gerade um den Jahreswechsel herum zusammen mit ihrem Lehrling Philipp auch eine ordentliche Portion Glück.

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