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Chris Vmland, 36, aus Koblenz (Foto: SWR)
„Psychische Probleme werden von der Gesellschaft nicht genug akzeptiert. Dabei lässt du dir ja auch von einem Arzt helfen, wenn du ein gebrochenes Bein hast.“
Chis Vmland wünscht sich einen offeneren Umgang mit psychischen Krankheiten.
„Es war harte Arbeit, aber ich habe gelernt, etwas Positives aus meiner Krankheit zu machen und meine Träume zu leben.” Heute ist Chris Musiker.

„Meine Krankheit war die schlimmste Zeit in meinem Leben, aber ich bin dabei, das Beste draus zu machen. Die Therapie hat mir auf dem Weg geholfen – auch um zu akzeptieren, wer ich bin.“

Krisen sind keine Schwäche

Er bekam Panikattacken, als er wochenlang im Krankenhaus lag. Chris litt unter dem Liquorunterdrucksyndrom und hatte deshalb Wahrnehmungsstörungen und so starke Kopfschmerzen, dass er nur etwa eine Stunde am Tag aufstehen konnte. Das hatte auch psychische Folgen für ihn: „Ich war permanent so aufgeregt, als würde ich gleich eine Mathe-Arbeit schreiben.“ Irgendwann war ihm klar, dass er Hilfe braucht.

Zu wenig Akzeptanz bei psychischen Krankheiten

„Viele sehen es als Schwäche an, eine Therapie zu machen. Aber mir fiel das nicht schwer, darüber zu reden, weil sie mir geholfen hat.“ Doch Bekannte hätten immer wieder verdutzt reagiert, wenn Chris zugegeben hat, dass es ihm gerade schlecht geht und dass er eine Therapie macht. Er würde sich einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen wünschen. „Dass zum Beispiel ein Lehrer mit psychischen Erkrankungen nicht verbeamtet wird, das ist eine absolute Frechheit.“

Träume leben statt aufschieben

Noch im Krankenhaus hat er beschlossen, seine Krankheit als Teil von ihm zu akzeptieren. Auch dabei hat ihm die Therapie geholfen. „Das war harte Arbeit, aber ich wollte versuchen, das Beste daraus zu machen.” Deshalb hat Chris sein Leben umgekrempelt. Er will jetzt seine Träume leben – statt eines festen Jobs hat er sich selbstständig gemacht. Chris macht das, was er immer wollte, sich aber lange nicht getraut hat: nur noch Musik.

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