Patrick gibt heimatlosen Reptilien ein neues Zuhause

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„Eigentlich wollte ich immer etwas mit Tieren machen“. Doch bis es für Patrick Meyer (36) aus Polch soweit war, musste er einen langen Weg zurücklegen.

„Als Jugendlicher habe ich viel Mist gebaut, konnte mich lange nicht für einen Beruf entscheiden."

Die Lehre als Metallbauer hat er zwar beendet, dann aber bei einem Versandhandel gearbeitet. Zufrieden war er damit nie. Die Arbeit mit Tieren spukte in seinem Kopf herum. Die Wende kam, als Patrick ein Haus in Polch kaufen und sich endlich seinen Traum erfüllen konnte: eine Reptilienauffangstation. In Spezialkursen eignete er sich Fachwissen an. Seitdem nimmt er Schlangen, Spinnen, Leguane oder Schildkröten auf, die ausgesetzt, abgegeben oder beschlagnahmt worden sind. Das Telefon klingelt inzwischen fast jeden Tag.

„Rentner wollen ihre Schildkröte abgeben, ein getrenntes Pärchen seinen Leguan loswerden, eine Boa Constrictor hat das Veterinäramt aus einer schlechten Haltung herausgeholt."

Diese Tiere vermittelt er weiter. So lange sie bei ihm sind, zeigt er sie gerne Besuchern oder nimmt sie mit in Schulen und Kindergärten. Prinzipiell sei es so, dass die Leute hin- und herschwanken zwischen Ekel und Faszination. Er selbst spricht mit seinen Tieren, wie andere mit Hunden oder Katzen.

„Außenstehende denken oft, Reptilien wären charakterlose Wesen. Das stimmt nicht. Wenn man schlecht gelaunt ist, wenn man hektisch ist, dann werden die ganz schnell auch unruhig."

Noch verdient er nicht viel Geld, aber er ist glücklich mit dem, was er tut. „Ich habe meinen größten Herzenswunsch wahr werden lassen und mein Hobby zum Beruf gemacht. Das ist schon das größte Glück, das man haben kann“.


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