Rennrollstuhlfahrer Jannis will die Deutsche Para-Leichtathletik Meisterschaft gewinnen

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„Früher habe ich noch darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn ich laufen könnte. Heute nicht mehr. Man kann so leben, es ist normal.“

Jannis wurde mit Spina bifida geboren, einem sogenannten „offenen Rücken“. Für den 16-Jähringen aus Leubsdorf am Rhein heißt das: Er ist vom Bauch abwärts gelähmt. Das hindert Jannis nicht daran, Sport zu machen und damit erfolgreich zu sein. Denn Jannis Honnef ist mehrfacher deutscher Meister im Rennrollstuhlfahren.

„Das Coole am Rennrollstuhl fahren, ist, dass es fast jeder machen kann und man, mit ein bisschen Motivation, schnell Erfolge feiern kann.“


Das letzte Jahr war hart für Jannis. Er musste wegen einer Schulterverletzung monatelang das Training aussetzen. „Es gab Zeiten, da dachte ich: ‚Du kommst nie wieder in den Rennrolli.‘ Solche Zeiten muss man überwinden.“ Aufgeben? Das ist nicht sein Ding. Mit Geduld, Ausdauer und Hilfe eines speziell ausgebildeten Physiotherapeuten schafft es Jannis wieder in den Rennrollstuhl. Jetzt trainiert er für die Internationale Deutsche Meisterschaft Para-Leichtathletik im Mai.


2019 wurde er in den Landeskader Jugendleichtathletik NRW aufgenommen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu seinem ganz großen Ziel: Einmal an den Paralympics teilzunehmen.

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Cat Calls of Mainz

Es dauerte keine fünf Minuten – Nachdem wir die ‚Aufsager‘ für den Anfang des Films aufgezeichnet haben, laufen wir zusammen mit Hannah, Lea, Isabelle und Melina von "Cat Calls of Mainz" zum Mainzer Hauptbahnhof. Das erste was passiert: Die vier werden sexuell belästigt und einer der „Heimat“-Autoren wird zum Chef der Gruppe erklärt, weil er ein Mann ist. Während der Dreharbeiten kam es zu zwei weiteren Belästigungen. Hannah, Lea, Isabelle und Melina sind Studentinnen aus Mainz, die das Projekt „Cat Calls of Mainz“ rund um den Weltfrauentag 2020 gestartet haben. Angelehnt an zahlreiche andere Cat-Calls-Projekte in der ganzen Welt: „Wir haben uns das erst eigentlich nur für eine Woche vorgenommen – Nachrichten zu empfangen und kreiden zu gehen. Dann war die Woche vorbei und wir haben gemerkt: Wow, das findet jetzt schon viel Resonanz. Dann gab es für uns keinen Grund aufzuhören.“ Kreiden gehen bedeutet, sie schreiben mit Kreide sogenannte „Cat Calls“, also in der Regel verbale sexuelle Belästigungen, mit Kreide auf die Straße. Alles Belästigungen, die jemand erlebt und ihnen auf ihrem Instagram-Kanal zugeschickt hat. „So werden Leute mit dieser sexistischen Problematik konfrontiert, die sonst das Privileg haben, damit nicht in Berührung zu kommen.“ Das sei ihnen super wichtig, sagt Lea, eine der Mitinitiatorinnen der Gruppe. Aber es geht ihnen vor allem um die Opfer. „Dass Betroffene die Möglichkeit haben, sich diesen Raum zurückzuerobern, in dem ihnen etwas Schlimmes passiert ist. Man hat so ein starkes Ohnmachtsgefühl, wenn man das im Alltag ständig erleben muss.“ So möchten sie etwas in der Gesellschaft verändern und für das Thema sensibilisieren.  mehr...

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